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DIE HALDE: In Wunstorf-Luthelagern etwa 170000 Tonnen Abfallaus der Asbestproduktion des Fulgurit-Werks.

In Wunstorf-Luthe lagern etwa 170000 Tonnen Abfall aus der Asbestproduktion des Fulgurit-Werks.© Archiv

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Umwelt

Asbesthalde Wunstorf: Linke fordern klaren Beschluss

Eigentlich ist der Abtransport der Wunstorfer Asbesthalde vom Tisch, die Region hatte die Sanierung angekündigt. Doch die Linken trauen dem Frieden nicht. „Es gibt dazu keine Beschlusslage“, so der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Kurt Herzog.

Hannover. Angesichts der früher gezeigten „Trotzigkeit“ des Umweltdezernenten Axel Priebs gebe es Zweifel. In der Drucksache werde die Sanierung nur als „möglich“ „in Betracht“ gezogen. Herzog: „Wir fordern einen klaren politischen Beschluss, der Schluss macht mit allen Eventualitäten.“

Bedenken, die die Region nicht nachvollziehen kann. „Für Transporte stehen gar keine Finanzmittel mehr zur Verfügung“, so Sprecher Klaus Abelmann. Schon in den nächsten Tagen würde aber die Ausschreibung für die Sanierungsuntersuchung starten.

Doch die Linken sehen nicht nur die Wunstorfer Halde als Problem, da in Zukunft auch an anderen Orten eine „Riesenmenge Asbestschutt“ anfallen werde. „Eine absolut unterschätzte Gefahr“, betonte Herzog.

Kritisiert wird ein TÜV-Gutachten, das die Ungefährlichkeit der Transporte bescheinigte. Dieses sei Grundlage für eine Initiative des Landes gewesen, die Sicherheitsanforderungen so weit „aufzuweichen“, dass unverpackte Asbestrückstände transportiert und gelagert werden könnten.

Doch das TÜV-Gutachten sei fehlerhaft, so Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg, der im Auftrag der Linksfraktion ein Gegengutachten erstellt hat. Er rügt etwa, dass bei Testfahrten der Asbestgehalt zu gering war und auf den in Wunstorf liegenden Blauasbest verzichtet worden sei. Die Luftfeuchtigkeit habe Messgeräte ausfallen lassen. Und es sei nicht untersucht worden, ob es durch Wasseraustritt zur Freisetzung von Asbest kommen könnte.

Das Umweltministerium räumt zwar den Ausfall einer Messsonde ein, hält die Kritik jedoch für „vereinfachend“, so Sprecherin Ilka Buhrow. Der Blauasbest etwa sei in Wunstorf nur in bestimmten Bereichen abgelagert und sollte ohnehin nicht offen transportiert werden. „Im Konzept war vorgesehen, ihn in so genannten Big Bags abzutransportieren.“ Eine solche Verpackung fordern die Linken für alle Asbesttransporte.


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