Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Arbeitskampf in der Diakonie
Hannover Meine Stadt Arbeitskampf in der Diakonie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 20.10.2012
PROTEST: Mitarbeiter des Friederikenstifts bei ihrer „aktiven Mittagspause“. Quelle: Surrey
Anzeige
Hannover

„Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagt Verdi-Sekretärin Brigitte Horn. Es sei vor allem darum gegangen, die Beschäftigten über die neue Situation aufzuklären. Denn die Konförderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen hat das kirchliche Arbeitsrecht geändert. „Nun kann der Arbeitgeber ohne Beteiligung der Arbeitnehmer eine Schlichtung herbeiführen, deren Ergebnisse verpflichtend sind“, sagt Horn. Für die Mitarbeiter sei das ein Schlag ins Gesicht. „Das ist ein Schritt zurück“, sagt Torsten Döring von der Mitarbeitervertretung im Henriettenstift.

Vorgeschichte: Im April 2011 hat die Mitarbeitervertretung (MAV) der Diakonie die arbeitsrechtliche Kommission verlassen. Man sah keine Möglichkeit auf dem Verhandlungsweg noch akzeptable Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Seitdem kämpfen MAV, Verdi und Marburger Bund für einen Tarifvertrag und ein Streikrecht.

Rechtlich ist umstritten, ob Beschäftigte in kirchlichen Betrieben streiken dürfen. Das Bundesarbeitsgericht wird am 20. November ein Grundsatzurteil in dieser Frage verkünden. Verdi und Marburger Bund werden in den nächsten Tagen entscheiden, ob es bis zum Urteil noch einen Warnstreik geben soll.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige