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Meine Stadt Arbeiter schwitzen beim Maschseefest-Aufbau
Hannover Meine Stadt Arbeiter schwitzen beim Maschseefest-Aufbau
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19:12 31.07.2018
Markus Temps schwitzt beim Aufbau Quelle: Wallmüller
Hannover

34 Grad, die Sonne knallt vom Himmel, und selbst der Wind bringt kaum Abkühlung – unter diesen Bedingungen waren in den vergangenen Tagen hunderte Aufbauhelfer, Handwerker und Dienstleister mit den Vorbereitungen für das Maschseefest beschäftigt.

Holzböden mussten verlegt werden, ebenso wie Strom- und Abwasserleitungen. Und natürlich mussten auch dutzende Buden und Stände aufgebaut werden – bei dem Wetter eine mehr als schweißtreibende Arbeit. Doch wie kommen die Arbeiter und Handwerker selbst mit dem Wetter klar?

Lieber Wärme als Regen

„Man hält es aus, aber man muss viel trinken“, sagt Tischler Markus Temps, der gerade noch einen Holzanbau für den Stand „Waldkater meets Spain“ errichtet. Wenn der 39-Jährige mit seiner Tischlerei unterwegs ist, ist er auch noch schlimmere Bedingungen gewohnt: „Es ist auf jeden Fall besser hier, als bei dem Wetter im Dachgeschoss zu arbeiten.“ Er sieht’s positiv: „Ich arbeite lieber bei der Wärme als im Regen oder wenn es extrem windig ist.“

Einen Tag vor dem Start des Maschseefests bleibt kaum Zeit für eine Pause. In 24 Stunden muss alles stehen. Marko Kleiner baut gerade noch den Süßwarenstand am Courtyard Hotel auf: „Das Wasser läuft runter und es ist sehr staubig“, sagt der 39-Jährige. Doch unterkriegen lässt er sich nicht: „Es macht trotzdem Spaß.“ Auch er achtet darauf, genug zu trinken und trägt heute ein Cappy, um sich vor den heißen Sonnenstrahlen zu schützen. Und er hat noch einen Tipp: „Zwischendurch mal kurz die Füße ins Wasser halten.“ Das erfrischende Nass ist schließlich nur wenige Meter entfernt.

In diesem Jahr zu heiß?

Immun gegen die Hitze ist Dirk Majunke. Mit seinen Kollegen installiert der 50-Jährige die Technik auf der großen Bühne am Nordufer. Trotz seines Helmes und der Ausrüstung bleibt er locker: „Man muss viel trinken und die Hitze ignorieren.“
Mittwochabend um 18 Uhr ist es dann so weit: Das Maschseefest 2018 öffnet die Tore. Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH, hofft, dass es sich noch etwas abkühlt: „Derzeit ist es zu warm.“

Marko Kleiner baut einen Zuckerw Quelle: Marko Kleiner tüftelt am Zuckerwattestand.

Litt das Maschseefest im vergangenen Jahr unter zu viel Regen, könnte es in diesem Jahr also zu heiß sein? Nolte gibt Entwarnung: „Nächste Woche soll es etwas kühler werden.“ Auf Menschen mit Kreislaufproblemen sei man in jedem Fall vorbereitet: „Wir sind so aufgestellt, dass wir sehr schnell reagieren können“, versichert Nolte. Für die Helfer und Standbauer bleibt zu hoffen: Dass es beim Abbau nicht wieder so schweißtreibend wird.

Bei Hitze im Freien arbeiten

Gerade draußen zu arbeiten, ist bei dem Wetter derzeit äußerst belastend. Welche Vorkehrungen müssen Arbeitgeber eigentlich treffen? Und gibt es hitzefrei?
Ab 25 Grad im Schatten müssen Arbeitnehmer über die besondere Belastung informiert werden – und darüber, was sie tun können, um sich zu schützen. Denn draußen ist man nicht nur den Temperaturen, sondern auch UV-Strahlung und Ozonbelastung ausgesetzt. Es wird empfohlen, schwere Arbeiten möglichst in die Morgenstunden zu schieben. Allerdings: Ein Recht auf hitzefrei gibt es nicht. Der Arbeitgeber muss für erträgliche Bedingungen sorgen.

Janik Marx

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