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MIT UNS NICHT: Ulrike Weis, Lore Achtert, Silke Klaumannsmöller, BirteHerrmann und Jörg Hoops (v.l.) wollen Sennheiser (im Hintergrund) nicht das Feld preisgeben. Mit Handzetteln (kl. Foto) weist die BI auf den Konflikt hin. Fotos: Dröse

MIT UNS NICHT: Ulrike Weis, Lore Achtert, Silke Klaumannsmöller, Birte Herrmann und Jörg Hoops (v.l.) wollen Sennheiser (im Hintergrund) nicht das Feld preisgeben. © Rainer Droese

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Proteste

Anwohner protestieren gegen Sennheiser-Hallen

Auf dem Klavier von Birte Herrmann liegt ein Notenbuch von Chopin. Doch in dem Neubaugebiet Höllenfeld-Nord (Wedemark) ist es vorbei mit den harmonischen Klängen. Die Eigenheimbesitzer haben eine Bürgerinitiative gegründet.

Hannover. Es geht um die gut zwei Hektar große Wiese zwischen der Firma Sennheiser und dem Wohngebiet. „Die Gemeinde will dort ein Gewerbegebiet ausweisen. Sennheiser könnte dann bis zu 18 Meter hohe Hallen bauen“, sagt die Mutter von drei Kindern.

Hinrich Burmeister, Sprecher der Gemeinde Wedemark, bestätigt: „Das Verfahren ist im Gang.“ Sennheiser wolle auf der Wiese seinen Parkplatz erweitern. Allerdings sei zu einem späteren Zeitpunkt dort auch Gewerbe möglich. Burmeister: „Wenn Sennheiser sich erweitern will, ist das der logische Bereich.“

Laut Volker Bartels, Sprecher der Sennheiser Unternehmensleitung, ist auf der Fläche derzeit nur ein Parkplatz geplant. „Wir brauchen diese Fläche.“ Das Unternehmen plant am Haupteingang (Lindenstraße/Ecke am Labor) ein Innovationszentrum mit Büros und Vorführräumen für Produkte. „Dafür fallen Parkplätze weg, die wir ersetzen müssen“, sagt Bartels. Auf der Wiese vor dem Neubaugebiet sollen deshalb 240 Stellplätze entstehen. Bartels betont, dass das Unternehmen dort derzeit keine größeren Gebäude plane.

Bei der Bürgerinitiative ist man skeptisch. „Wenn es nur um Parkplätze geht, warum soll dann ein Gewerbegebiet ausgewiesen werden“, fragt sich Jörg Hoops. Seine Nachbarin Lore Achtert ergänzt, dass die Interessen der Anwohner beim Bau von Sennheiser-Produktionshallen vor drei Jahren auch nicht berücksichtigt worden seien.

Bei der Gemeinde bemüht man sich, die Wogen zu glätten. „Der Bürgermeister hat dem Unternehmen deutlich gemacht, dass nicht alles bis zur Schmerzgrenze ausgereizt werden kann“, sagt Burmeister. Die Verwaltung sei um einen Ausgleich der Interessen bemüht.

Die Anwohner fürchten Verkehrslärm, Probleme mit dem Grundwasser, wenn die Fläche versiegelt wird, und auch nachts hell erleuchtete Betriebsflächen. Zurzeit wird ein Lärmgutachten erstellt. Das Gewerbeaufsichtsamt habe hinsichtlich der Lärmimmissionen Bedenken angemeldet, teilt die Bürgerinitiative mit. Zumal die Anwohner glauben, dass der Bebauungsplan klammheimlich erstellt werden sollte. Dazu Volker Bartels: „Wir wollen nichts heimlich machen.“


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