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Meine Stadt Ansturm auf blaue Altpapier-Tonnen von Aha
Hannover Meine Stadt Ansturm auf blaue Altpapier-Tonnen von Aha
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17:55 21.02.2018
Viel Platz für Altpapier: Aha-Chef Thomas Schwarz macht Werbung für die blaue Altpapier-Tonne. Allein seit November hat er 13500 neue verteilen können. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Einen Euro müssen Bürger seit Januar für eine Rolle Altpapier-Säcke zahlen. Das hat zu einem Ansturm auf die blaue Tonne geführt, die Aha kostenlos verteilt. Seit November seien 13 500 Bestellungen eingegangen, berichtete Thomas Schwarz, Chef des Abfallentsorgers, im zuständigen Ausschuss der Region.

Um der Nachfrage nachkommen zu können, hätten Aha-Mitarbeiter sogar an Samstagen Tonnen verteilt. Ziel sei, diese spätestens zwei Wochen nach Eingang der Bestellung aufzustellen, sagte Schwarz. Waren es im November regionsweit noch 70 000 Tonnen gewesen, ist diese Zahl nun auf über 83 000 angewachsen. Das entspricht einem Anstieg von fast 20 Prozent in diesem kurzen Zeitraum.

Für Aha-Chef Schwarz ein Erfolg. Das Altpapier, das in Tonnen gesammelt werde, habe eine bessere Qualität, weil es nicht so schnell nass werde wie das Material aus den Säcken. Für seine Mitarbeiter seien die Tonnen „eine echte Erleichterung“.

Um deren Attraktivität zu steigern, hat Aha auch eine kleine Tonne mit einem Volumen von 120 Litern eingeführt. Diese wurde aber nur 1500 mal ausgeliefert. „Was den Platz angeht, macht die größere Tonne mit 240 Litern auch fast keinen Unterschied“, erklärt Schwarz.

Er hofft, dass noch mehr Bürger die blaue Tonne bestellen und regt an, dass sich auch mehrere Haushalte eine teilen könnten.

Kurios: Obwohl die blauen Säcke nicht mehr gebührenfrei sind, verzeichnete Aha auch auf diese einen Ansturm. Offenbar waren bis Ende Dezember so viele bis dahin noch kostenfreie Säcke gehamstert worden, dass viele Haushalte, die dabei leer ausgegangen waren, nun gezwungen waren, für einen Euro pro Rolle Säcke zu kaufen.

Unterdessen suchen die Stadt und Aha eine Lösung im Streit um die Altpapiercontainer, die Aha auf 260 Wertstoffhöfen in Hannover aufgestellt hat. Die Stadt verlangt dafür eine Gebühr. Aha will sie nicht zahlen.

Regionsdezernent Axel Priebs berichtete im Ausschuss, dass es der Stadt nicht darum gehe, Einnahmen zu maximieren. Sie müsse aber prüfen, ob sie das Geld aus rechtlichen Gründen verlangen muss – so wie sie es auch für die Aufstellung von Altkleider-Containern verlangt, um die es rechtlichen Streit gab. Aha-Chef Schwarz kündete aber gegenüber der NP an, dass die Container „auf jeden Fall stehen bleiben“.

Von Christian Bohnenkamp

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