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Meine Stadt Anlieger protestieren für Hindenburgstraße
Hannover Meine Stadt Anlieger protestieren für Hindenburgstraße
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19:54 13.09.2018
Soll bleiben: 50 Anlieger und CDU-Vertreter protestierten für den Erhalt des Namens Hindenburgstraße. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Der Stadtbezirksrat Mitte hat entschieden: Die Hindenburgstraße im Zooviertel soll einen neuen Namen bekommen. Nun allerdings wächst der Widerstand.

Vor der Niedersachsen-Zentrale der CDU, die an der Straße ihren Sitz hat, kamen am Donnerstag gut 50 Bürger zusammen, um ein Zeichen für den Erhalt des Straßennamens zu setzen.

„Kleinkariert und typisch für Hannover“ findet Martina Krüger die Entscheidung. Sie nimmt den früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg in Schutz, der Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler machte. „Er war alt und sicher nicht sehr gesund. Ich glaube, er hat die ganze Sache überhaupt nicht überblick“, vermutet sie. Bei der Beurteilung von Geschichte müsse man „auch die damaligen Umstände berücksichtigen“.

Eine andere Anliegerin ärgert sich über den Aufwand, mit dem die anstehende Umbenennung der Straße verbunden ist. Ummelden, der ganze Schriftverkehr wegen der neuen Adresse. „Das ist wie Umziehen – nur eben ohne Umziehen“, schimpft sie.

„Geschichtsklitterung“ sieht Andreas Sobotta in der Entscheidung. Er ist Hauptgeschäftsführer der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Niedersachsen, die ebenfalls ihren Sitz in der Hindenburgstraße hat.

Die CDU hatte den Protest initiiert. Sie verteilte im Vorfeld Flyer und hat vor ihrer Niedersachsenzentrale auch ein großes Plakat aufgestellt mit dem Slogan „Wir sind Hindenburgstraße“.

Diana Rieck-Voigt, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Hannover-Mitte, forderte die Bürger auf, ihren Unmut auch in die nächste Sitzung des Bezirksrates am Montag zu tragen.

Das Gremium hatte sich auf Initiative der SPD mit Unterstützung von Grünen, der Linken sowie der parteilosen Gunda Pollok-Jabbi für die Umbenennung der Straße ausgesprochen.

Von Christian Bohnenkamp

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