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Beim Aufbau: Feuerwehr und Rote Kreuz haben am Dienstag die Zelte in der Messehalle aufgebaut. Foto: Stratenschulte

Am Mittwoch

Ankunft: Erste Flüchtlinge an der Messehalle

Die Zelte sind aufgebaut, die Betten bezogen – an diesem Mittwoch ziehen die ersten 100 Flüchtlinge in die Messehalle 21. Mindestens 200 weitere werden noch folgen.

Von Susanne Kolbeck

Hannover. In der Messehalle 21 ist seit Dienstag alles vorbereitet – und schon heute Vormittag sind die ersten Flüchtlinge angekommen. Heute sollen es 100 werden, mindestens 200 sollen in den nächsten Tagen folgen. Ein Bus brachte Männer und Frauen auf das Messegelände.

Feuerwehr, Messe AG und das Rote Kreuz (DRK) haben vorgesorgt, damit sich die jungen Männer in der Notunterkunft wohlfühlen können. Zehn sogenannte „Dörfer“ für je 30 Personen hat die Feuerwehr in der Messehalle aufgebaut. Mit Trennwänden als Sichtschutz sind hier Zelte, Kleiderschränke, Kühlschränke, Stromversorgung und Tische mit Stühlen zu finden. Um die Zeltstadt etwas freundlicher zu gestalten, hat die Messe Bambusbäume zur Verfügung gestellt.

„Bei der Verteilung auf die verschiedenen Dörfer versuchen wir Rücksicht auf Wünsche und Freundschaften zu nehmen“, sagte Feuerwehrchef Claus Lange. Falls später auch Familien hier untergebracht werden sollten, könnten sie so zusammenwohnen. Rund 100 Helfer haben gestern die Zelte für die ersten Flüchtlinge aufgebaut. Organisiert wurden die Materialien aus ganz Deutschland. Aufgrund des enormen Zeitdrucks hat die Feuerwehr vieles mit ihren eigenen Logistikfahrzeugen abgeholt. Für die Zelte ist sie bis in die Niederlande gefahren.

Um die Essensversorgung kümmert sich das Messe-Catering. Die erwarteten 300 Flüchtlinge – auf bis zu 400 sind die Organisatoren vorbereitet – werden voll verpflegt. Die Essensausgabe findet in der Küche des Restaurants Tivoli in der Messehalle statt. Dort ist man auf die Gäste eingestellt und wird kein Schweinefleisch verarbeiten. Um die Erstaufnahme so angenehm wie möglich zu gestalten, werden Mitarbeiter der Stadt zum Messegelände kommen. Im September soll die Halle 21 wieder für Messen genutzt werden.

 Sach- und Kleiderspenden nimmt das DRK in den Flüchtlingsheimen in Ahlem täglich von 8 bis 18 Uhr und – bei vorheriger Anmeldung unter 0511/36 71 50 20 – im Oststadtkrankenhaus in Groß-Buchholz entgegen. Benötigt werden gut erhaltene Kleidung für junge Männer, Schuhe, Fahrräder und Rucksäcke.


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