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Meine Stadt An der IGS Kronsberg rocken Superstars gegen Rechts
Hannover Meine Stadt An der IGS Kronsberg rocken Superstars gegen Rechts
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18:39 20.06.2011
Stars rocken für Vielfalt: Mit Plakaten und Unterstützung von Bürgermeister Bernd Strauch (links) und Moritz Rüter von der IGS, machen die Schüler Werbung für ihr Konzert. Quelle: Petrow
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Hannover. „Wir wollen ein Zeichen gegen Nazis und Diskriminierung setzen“, sagt Annalena Rumpf (15) von der IGS Kronsberg. Sie ist Mitglied einer elfköpfigen Projektgruppe, die am 17. September ein großes Konzert mit dem Titel „Stars rocken für Vielfalt“ organisiert. Die Schüler reagieren damit auf einen Vorfall im März 2010, als Neonazis in die Schule eindrangen und ideologische Schriften verteilten.

Für das Festival auf der Expo-Plaza haben die Schüler aus Bemerode gemeinsam mit Mario Jansen, dem Sozialarbeiter der Schule, ein Programm zusammengestellt, das sich sehen lassen kann: Das „Beginner Soundsystem“, Thomas Godoj und Mehrzad Marashi sind die Headliner, eröffnet wird das Festival ab 14 Uhr von vier lokalen Bands und Künstlern.

Moritz Rüter aus der 7 e ist Pressesprecher der Projektgruppe. Gekonnt führt der Zwölfjährige durch die Konferenz mit den Medien, erteilt erst Bürgermeister Bernd Strauch und danach den verschiedenen Kooperationspartnern das Wort. Das Musikzentrum hat bei der Planung geholfen, denn Mitarbeiterin Sabine Busmann ist überzeugt: „Musik ist eine Sprache, die jeder versteht.“ Viel musste sie allerdings nicht tun, denn „was die Schülergruppe hier eigenständig organisiert hat, ist der Wahnsinn“. Auch Strauch ist begeistert: „Die Schule hat das Problem selbst in die Hand genommen, statt abzuwarten, dass etwas passiert. Musik und Sport sind die zwei Elemente, mit denen junge Leute sich noch beeindrucken lassen.“ Auch die Bertelsmann-Stiftung fördert das Projekt im Rahmen ihrer Aktion „Alle Kids sind VIPs“.

Maik Pagels von ffn wird mit einem Schüler zusammen das Festival moderieren, unter anderem die Hannoversche Volksbank, Telefonanbieter HTP und das Annastift sind Sponsoren.

Die Karten für das Festival kosten neun Euro und werden vor allem an Schulen und in den HTP-Filialen verkauft. „Wir suchen noch nach weiteren Verkaufsstandorten“, sagt Jansen. Mit mindestens 4000 Besuchern rechnen die Veranstalter. Gibt es einen Überschuss, soll damit anderen Schulen bei ähnlichen Projekten geholfen werden: „Wir wollen eine neue Musikanlage kaufen, die könnten wir dann anderen Schülergruppen ausleihen, wenn sie Konzerte veranstalten möchten.“ Auch bei der Konzert-Planung werden sie ihr Wissen gern weitergeben: „Wir wollen helfen.“

(Von Garmin Wendt)

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