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Meine Stadt Amt und Kinderkrankenhaus kämpfen gegen Missbrauch
Hannover Meine Stadt Amt und Kinderkrankenhaus kämpfen gegen Missbrauch
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17:50 15.12.2009
Regionsrätin Dr. Barbara Thiel, Thomas Beushausen vom Kinderkrankenhaus und Sozialdezernent Thomas Walter unterschreiben die Kooperationsvereinbarung gegen Kindesmissbrauch. Quelle: Wilde
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Hannover. Eine entsprechende Vereinbarung haben sie am Dienstag in Hannover unterschrieben. „Wir werden Kindesmissbrauch nicht verhindern können, aber wir können dafür sorgen, dass das Leid der Kinder verkürzt wird“, sagte Hannovers Jugenddezernent Thomas Walter. In der Region und der Stadt Hannover registrieren die Behörden jährlich etwa 200 körperlich und seelisch missbrauchte Kinder.

Die Vereinbarung gilt von 2010 an. Beide Seiten verpflichten sich darin, Verdachtsfälle sofort an die Ärzte oder die Behörden weiterzuleiten. Dadurch werden die Reaktionszeiten erheblich beschleunigt. In einem nächsten Schritt sollen weitere Krankenhäuser, niedergelassene Kinderärzte, Hebammen und Behörden in Niedersachsen in die Kooperation einbunden werden. Eltern von misshandelten Kindern wechseln oft den Arzt, um die Vielzahl der Verletzungen zu vertuschen. Das wird für die Eltern schwieriger, je mehr Kliniken und Ärzte an dem Projekt teilnehmen. „Für uns ist wichtig, dass die Krankenhäuser mit gleicher Zunge sprechen“, sagte der Bult-Chefarzt des Ambulanz- und Aufnahmezentrums, Thorsten Wygold.

Die Kooperation ist Teil des vom Land Niedersachsen geförderten Modellprojektes „Koordinierungszentren Kinderschutz“. An dem seit Sommer 2007 Projekt nehmen auch die Städte Lüneburg, Oldenburg und Braunschweig teil. Stein des Anstoßes war unter anderem der Fall Kevin aus Bremen. Im Oktober 2006 wurde das schwer misshandelte, tote Kind im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden. Den Behörden wurde damals mangelnde Kommunikation vorgeworfen.

lni

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