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Bauvorhaben rund um den Klagesmarkt.

Das sind die Bauvorhaben rund um den Klagesmarkt.© Grafik: Lill

Zahlreiche Bauprojekte

Am Klagesmarkt geht's rund

Am 4. Juni wird voraussichtlich Oberbürgermeister Stephan Weil den ersten Spatenstich für den Umbau der Verkehrs- und Parkflächen rund um den Klagesmarkt setzen. Doch bereits jetzt ist rundherum viel in Bewegung. Zahlreiche Bauprojekte belegen, dass die Attraktivität des gesamten Areals deutlich zugenommen hat. Und wer auf dem Klagesmarkt selbst bauen darf, entscheidet die Stadt noch in diesem Jahr.

Tausende am 1. Mai auf dem Klagesmarkt – dieses Bild wird bald Geschichte sein: Bereits 2013 könnten die Bauarbeiten auf dem heute als Parkplatz genutzten Gelände beginnen. Zehn bis zwölf Wohnhäuser sollen dort entstehen. „Wir wollen nicht, dass dort nur Luxusbauten entstehen. Auch Menschen mit geringeren Einkommen sollen dort leben können“, kündigt Stadtbaurat Uwe Bodemann an.

Ein weiterer Punkt, der der Stadt wichtig ist: „Wir wollen Vielfalt in der Architektur. Uns schwebt vor, die Flächen an unterschiedliche Bauherren zu vergeben“, sagt Bodemann.

Wer dort bauen darf, wird sich aber erst in der zweiten Jahreshälfte entscheiden, in der die Stadt das Grundstücksvergabeverfahren in Angriff nehmen wird. Begleitet wird das Projekt durch das Bundesbauministerium. Dieses will untersuchen, wie Baukultur entsteht. Für die begleitende Forschung gibt das Ministerium einen hohen fünfstelligen Betrag.

Sicher ist: Das Interesse an den Bauflächen ist riesig. Zahlreiche Unternehmen haben bereits Bewerbungen bei der Stadt eingereicht. Zusammengeschlossen haben sich dafür auch sechs hannoversche Wohnungsgenossenschaften – darunter der Spar- und Bauverein sowie die Wohnungsgenossenschaften Herrenhausen, Ostland und Heimkehr. Interesse zeigen auch die Baum- Gruppe, Gundlach und die Bauteam Management GmbH.

Bereits am 4. Juni wird für den städtischen Umbau der Verkehrs- und Parkflächen rund um den Klagesmarkt der erste Spatenstich gesetzt. Das Projekt ist zentraler Bestandteil der Entwicklung des Areals und scheint bereits wichtige Impulse gegeben zu haben. Das belegen zahlreiche Bauprojekte, die schon jetzt rund um den Klagesmarkt im Gange sind. „Die Kombination zwischen einer ansprechenden Bebauung mit Platz und Grünflächen wird sehr positiv für das Stadtbild sein“, sagt Joachim Röstel, Immobilien- Chef bei der Baum-Gruppe. Stadtbaurat Uwe Bodemann erhofft sich durch die Neugestaltung des Klagesmarktes „noch mehr Impulse“ für die angrenzenden Quartiere. Diese seien in der Vergangenheit „ein wenig zurückgeblieben“.

1. Gundlach

Wo derzeit noch im Postkamp ein großes Loch klafft, werden schon bald 14 moderne Eigentumswohnungen entstehen. Das Bauunternehmen Gundlach investiert in das Projekt rund 5 Millionen Euro. Es soll im Oktober fertiggestellt werden.

Bereits im Juni abgeschlossen werden soll der Bau eines schicken Bürohauses im Innenhof, in das Gundlach rund 3,5 Millionen Euro investiert. Drei Millionen Euro kostet das daran angrenzende Mietwohnhaus des Spar- und Bauvereins, das am Freitag Richtfest feierte. Auf der Brache nebenan will ein Hamburger Investor ein Seniorenwohnheim errichten.

2. Bauteam Management

Schon im Oktober hat die Bauteam Management GmbH ihre neuen Räume am Postkamp 6 bezogen, zusammen mit dem Immobilienbüro Hartge, das für die Vermarktung der Projekte von Bauteam Management zuständig ist. Über den Büros befinden sich Wohnungen.

Ein weiterer Neubau mit 14 Eigentumswohnungen entsteht in der Striehlstraße. Er schließt dort eine Baulücke. Die beidenPenthousewohnungen sind bereits verkauft. Anfang kommenden Jahres sollen sämtliche Wohnungen bezogen werden können. Sie werden jeweils zwei bis vier Zimmer haben. Zur Immobilie wird auch eine Tiefgarage gehören.

3. Alex

Anfangs gab es noch Entwürfe für den Klagesmarkt, in denen das Gebäude des ehemaligen Bistros „Alex“ nicht mehr auftauchte. Neue Konzepte sehen jedoch einen Erhalt der Immobilie vor, die einem skandinavischem Fonds gehört. Dieser hat einen langfristigen Erbbauvertrag.

Und mittlerweile hat sich auch ein Nachnutzer gefunden. Wu Xiao- Shang, der das Restaurant „Ocean City“ in der Galerie Luise betreibt, will in der Immobilie asiatische Küche anbieten – verbunden mit mediterranen und pazifischen Einflüssen. Er sucht bereits Mitarbeiter.

4. Baumgruppe

Die stolze Summe von 13 Millionen Euro investiert die Baum-Gruppe in den Umbau der Geschäftsimmobilie an der Ecke Klagesmarkt und Otto-Brenner- Straße. Im Mai 2011 haben die Arbeiten begonnen. Sie sollen im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Das gesamte Gebäude hat eine Fläche von 5600 Quadratmetern. Hauptmieter in dem Gebäude wird die Apotheker- und Ärztebank sein, die 2700 Quadratmeter in Anspruch nehmen will. Zu der Immobilie gehören Parkplätze auf dem Innenhof sowie eine eigene Tiefgarage – laut Baum-Gruppe ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung.

5. Baugrund

An Stelle des ehemaligen Hotels Körner in der Körnerstraße errichtet derzeit das Unternehmen Baugrund für sieben Millionen Euro zwei Gebäude. Das eine soll die Baulücke in der Körnerstraße schließen. Es wird 19 Wohnungen mit gehobenem Standard haben – in einer Größe zwischen 65 und 110 Quadratmetern. Das andere entsteht an der Rückseite, zum Neustädter Friedhof gelegen. Darin wird Platz für drei große Wohnungen sein. Auch eine Tiefgarage wird es geben. Die Gebäudesubstanz des alten Hotels war für eine Sanierung zu unwirtschaftlich. Deshalb entschied sich Baugrund für den Abriss und anschließenden Neubau.

So läuft der Umbau

Bereits Ende Mai beginnen die ersten Arbeiten für den sechs Millionen Euro teuren Umbau der Verkehrs- und Parkflächen rund um den Klagesmarkt. Am 4. Juni gibt es den offiziellen ersten Spatenstich – voraussichtlich durch Oberbürgermeister Stephan Weil. Los gehts mit dem Umbau des gefährlichen Kreisverkehrs, der verschwindet und durch eine T-Kreuzung ersetzt wird. Der Kreisverkehr wird sofort außer Betrieb genommen, den Verkehr regelt dann eine Ampel. Bereits im Oktober will die Stadt den Umbau der Straßen beenden. Die Verkehrsführung soll sich dann nicht mehr ändern. Im Frühjahr 2013 soll dann die große Umgestaltung der Radwege, Grünanlagen und Platzflächen beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2013 geplant.

Christian Bohnenkamp


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