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Meine Stadt Am Ihmeufer glüht die Rockmusik
Hannover Meine Stadt Am Ihmeufer glüht die Rockmusik
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14:25 03.08.2013
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HANNOVER. Die Sonne brennt, das Gras ist braun, die Ihme scheint fast stillzustehen: Wars je zuvor so glutheiß in 30 Jahren Fährmannsfest? Da kommt der geneigte Fan – Jubiläum hin oder her – gern mal später zum kultigen Dreitages-Festival auf dem Weddingenufer, das gelegentlich zärtlich „Hannovers kleines Woodstock“ genannt wird.

Etwa 4000 Besucher waren zum Auftakt da. Zu Beginn kriegt der Nachwuchs die große Musikbühne: Lichtjahr ist eine vielversprechende hannoversche Newcomer-Band mit frisch gewonnenem Plattenvertrag, die erste Gehversuche vor größerem Publikum unternimmt. Frontmann Sebastian Baumert und Co. spielen deutschsprachigen Rock, eine gewisse Nähe zum Mainstream ist nicht zu leugnen; das hat dem Quintett einen Support-Slot für Ich kann Fliegen eingebracht. Viel Beifall für die eisumnebelten Jungs, während die Sonne erbarmungslos vom Himmel drischt.

Foto: Körner

Erste Highlights gibts auch auf der Kulturbühne auf der Faust-Wiese: das Nordstädter Septett Ohne Uns sorgt für Spaß. Die Ladies um Sängerin Tanja wissen, wie „frau“ Starthilfe beim Flirten geben kann: „Gib mir ein Becks und deinen Haustürschlüssel!“ heißt ihr Hit übers Kennenlernen. Einfach und unkompliziert, Frauen auf der Überholspur. Bassisten Caroline muss leider passen, Finger gebrochen. Dafür überrascht sie mit Gebärdensprache. Es ist wohl ein einmaliges Experiment, die Liedtexte synchron für alle zu übersetzen, die Musik nicht hören, aber fühlen können. „Babyklappe“ und „Was habe ich meinem Leben angetan“ – Ironie und Alltag, frei nach den Fehlfarben.

Zeit für die andere Seite, die große Festivalbühne, Republica um Sängerin Samantha. Als One-Hit-Wonder wurden sie nach „Drop Dead Gorgeous“ bezeichnetn. Prächtiger Disco-Rock mit einer ordentlichen Prise Nu-Pop begeistern die Feiernden vor der Musikbühne.
Als Höhepunkt kommt Hugh Cornwell, der „böse, alte Mann” der Stranglers.  Viele Stranglers-Fans feiern den legendären Künstler; „Always the Sun“ und „Golden Brown“ passen prächtig zur subtropischen Sommernacht.      K.Sch.

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