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Meine Stadt Aha wiegt den Müll in Hannover
Hannover Meine Stadt Aha wiegt den Müll in Hannover
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00:17 15.09.2017
Nicht umsonst: Die Gebühren, die Verbraucher an Aha zahlen, setzen sich aus einer Grundgebühr und der Dichte des Mülls zusammen. Aber auch wie häufig die Müllabfuhr die Tonnen leeren muss, spielt eine Rolle. Quelle: Foto: Stratenschulte
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Sind die Gebühren der Müllabfuhr noch passend? Das soll die Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) in den nächsten Monaten herausfinden. In drei größeren Stichproben werden Mülltonnen gewogen, um zu ermitteln, ob die volumenabhängige Gebühr für die Verbraucher noch korrekt ist – Start ist im September. Pro Stichprobe führt Aha 960 Verwiegungen durch. „Wir ermitteln die Dichte des Abfalls. Bei kleineren Behältern neigen Menschen zum Beispiel dazu, die Säcke mehr zu stopfen als bei großen Containern. Mit dem Wiegen soll rausgefunden werden, ob das Gewicht, gemessen am Volumen, noch zu den Gebühren passt“, sagt Sprecherin Helene Herich.

Bei der Einführung der 40-Liter-Tonne 2014 gab es zuletzt eine solche Verwiegung. Allerdings durch Aha selbst und nur in Teilen der Stadt. Aufgrund einer neuen bundesweiten Richtlinie müssen diese Messungen jetzt extern durchgeführt werden. „Jetzt übernimmt das Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management die Messung. Damit sie repräsentativ ist, werden Jahreszeiten und die Siedlungsstruktur des Stadtteils berücksichtigt“, erklärt Herich. „Größere Wohnanlagen entsorgen anderen Müll als ländliche Gegenden.“ Waldheim hat eben eine andere Siedlungsstruktur als Vahrenheide. Die Messung im September steht für den Sommer, Oktober und November für den Herbst. Die Messungen im Januar und Februar sollen den Winter abbilden.

Könnten die Bürger nicht versuchen, das Gewicht zu manipulieren? „Unsere Stichproben sind sehr groß angelegt. Da müssten die Absprachen schon sehr weitläufig sein, um das Ergebnis zu verfälschen. Wir machen uns da keine Sorgen“, erwidert Herich. In Hannover gibt es eine Grundgebühr zur Deckung der Fixkosten der Müllabfuhr. Die volumenabhängige Gebühr ermittelt die Differenzen zwischen den Stadtteilen. Dabei spielen auch die Häufigkeiten der Leerungen eine Rolle. Unterschieden wird zwischen Gegenden mit Ein- bis Zweifamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Blockbebauung und innerstädtischen Gebieten mit Kleingewerbe.

Aha stört es nicht, dass ein Institut die Messungen jetzt durchführt. „Bei unseren Verwiegungen musste ein Gericht das immer überprüfen und beglaubigen. Das ist jetzt nicht mehr unsere Aufgabe“, so Herich. Wann die Anpassungen der Gebühren, ob nach oben oder nach unten, erfolgen, konnte Aha aber noch nicht sagen.

Von jan heemann

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