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Meine Stadt AfD will Personal in Hannovers Verwaltung zusammenstreichen
Hannover Meine Stadt AfD will Personal in Hannovers Verwaltung zusammenstreichen
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16:30 15.11.2018
Will Personal einsparen: Sören Hauptstein, Fraktionsvorsitzender der AfD-Ratsfraktion, hält viele Aufgaben in der Stadtverwaltung für überflüssig. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Die AfD will kräftig bei Hannovers Stadtverwaltung sparen. Im Organisations- und Personalausschuss forderte ihr Fraktionsvorsitzender Sören Hauptstein, dass externe Gutachter diese gründlich durchleuchten sollen, um Potenziale für Einsparungen zu finden und Prozesse zu optimieren.

Hauptstein wirft der Verwaltung „Betriebsblindheit“ vor. Von Gutachtern erhofft er sich „ein objektives Fazit, an welchen Stellen Einsparungen möglich sind“. Notwendig sind diese aus Sicht des AfD-Manns. Angesichts von Rekordeinnahmen sei es Zeit, „die immensen Schulden“ abzubauen, um „Handlungsspielräume für zukünftige Generationen“ zu bewahren.

Ideen, wo Geld gespart werden könnte, hat Hauptstein auch schon. Er hält vor allem den Kultur- und Sozialbereich für „aufgebläht“. Gerade im Gleichstellungsbüro will er rigoros Geld zusammenstreichen. Der Bereich sei „nicht so erforderlich“.

Bei den anderen Parteien stießen die Vorschläge der AfD auf entschiedenen Widerstand. SPD-Mann Bruno Gill sieht in dem Vorstoß „einen Schlag ins Gesicht der Verwaltung“. Er bescheinigte dieser „eine gute Arbeit“. Auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke sieht in den AfD-Ideen „eine Unverschämtheit gegenüber den Mitarbeitern der Verwaltung“. Diese arbeiteten „vernünftig und anständig“. Weil Hannover wachse, brauche auch die Verwaltung „mehr Personal“, so Engelke.

Linken-Fraktionschef Dirk Machentanz warnte vor dem Einsatz von externen Gutachtern: Diese würden sich „nur dumm und dämlich verdienen“, ohne, dass es zu Verbesserungen komme. Das sieht auch der Gesamtpersonalrat der Stadt so. Das habe es bereits im Rahmen des ersten Haushaltskonsolidierungspaketes gegeben. Millionen seien dafür ausgegeben worden. Gebracht habe das jedoch „wenig“.

Von Christian Bohnenkamp

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