Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt AfD-Ratsherr kritisiert eigene Bewerber
Hannover Meine Stadt AfD-Ratsherr kritisiert eigene Bewerber
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 14.10.2017
Tobias Braune
Anzeige
Hannover

Rüge, Ämterbeschränkung oder sogar Parteiausschluss – das sind die Konsequenzen, mit denen Tobias Braune zu rechnen hat. Der AfD-Ratsherr hat wenige Tage vor der Landtagswahl kritisiert, zu viele der AfD-Kandidaten verträten radikale Positionen.

Mit seinem christlichen Menschenbild könne er das nicht vereinbaren, sagt Braune. Im sozialen Netzwerk facebook schreibt er: „Menschen,die bewusst Rassismus an ihrer Seite dulden zeigen uns keine gemeinsame Zukunft auf, sondern verhärten die Fronten nur.“ Weiter heißt es in dem Beitrag: „Mir wäre ein Althusmann lieber als Ministerpräsident als eine Frau Guth.“ Von der NP darauf angesprochen, sagte Braune (in seinem Urlaubsort Rumänien), das sei keine Wahlempfehlung für den CDU-Spitzenkandidaten.

Viele Ratskollegen aus anderen Fraktionen sehen in Braune einen bald AfD-Abtrünnigen. Doch er behauptet: „Unser Parteiprogramm ist für mich noch das, was ich am ehesten vertreten kann.“ Ihn störten offen rassistische Positionen. „Björn Höcke im Bundesvorstand wäre für mich der worst case.“ Der Fall also, der Austritt erzwinge.

„Er wird mit uns nicht die nächsten vier Jahre verbringen“, mutmaßt AfD-Fraktionschef Sören Hauptstein über den Noch-Mitstreiter Braune. Offenbar sei der „recht unzufrieden“. Die Aussage Braunes, ihm fielen auf der AfD-Landesliste unter den vorderen zwölf Listenplätzen lediglich drei Kandidaten ein, die „lernfähig und zumutbar“ seien, stoße in der Fraktion auf großes Unverständnis.

Hannovers AfD-Parteichef Jörn König sagte der NP, der facebook-Beitrag werde ein Fall für den Kreisvorstand und den Fraktionsvorstand. Was Braune erwarte, könne er nicht sagen: „Wir sind schließlich drittstärkste Partei im Bund und super seriös.“ Inhaltlich sei die Kritik ein „bloßes Geschwurmel“.

Von Vera König

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwischen der Leibniz-Uni, der Studierenden-Vertretung AstA und dem Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) ist ein Zoff um den Zuschusses für ein studentisches Seminar Ende Oktober entbrannt - es geht um den PKK-Führer Abdullah Öcalan.

11.10.2017

Am Mittwoch ist im Stadtteil Vahrenheide in Hannover an der Kreuzung Ikarusallee, Ecke Alter Flughafen eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und noch am Abend entschärft worden. Um 23.54 Uhr kam für die 10 000 betroffenen Anwohner die erlösende Nachricht: Die Bombe ist entschärft, die Menschen können in ihre Wohnungen zurück.

12.10.2017

Am Dienstag gegen 18:00 Uhr hat sich ein bislang unbekannter Täter an der Heisterbergallee vor zwei Mädchen (15 und 16 Jahre alt) entblößt gezeigt und sexuelle Handlungen an sich vorgenommen.

11.10.2017
Anzeige