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Meine Stadt Ärzte greifen KKH-Chef Kailuweit an
Hannover Meine Stadt Ärzte greifen KKH-Chef Kailuweit an
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06:15 16.11.2012
KKH-Chef Ingo Kailuweit gerät in der Call-Center-Affäre weiter unter Druck. Quelle: dpa
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Hannover

Es geht um Vorwürfe, die gesetzliche Krankenkasse KKH-Allianz habe gezielt schwer kranke Versicherte angerufen, um sie zum Kassenwechsel zu drängen. Außerdem zitierten Medien einen KKH-Mitarbeiter, wonach die Kasse Alte, Kranke und Geringverdiener nicht aufnehmen wolle, weil diese besonders teuer seien.

 Der KKH-Vorstand Rudolf Hauke hatte sich letzte Woche gegen die Vorwürfe gewehrt, räumte aber ein, dass einzelnen Versicherten tatsächlich ein Wechsel nahegelegt worden sei.

Bernd Lücke, Vorsitzender des Hartmannbundes in Niedersachsen, nannte das „moralisch besonders verwerflich“. „Herr Kailuweit, der ständig in der Presse das Fehlverhalten anderer anprangert, sollte sich nicht scheuen, die gleichen Maßstäbe an sich und seine Krankenkasse anzulegen“, forderte der Ärztevertreter.

KKH-Sprecher Simon Kopelke wies die Forderung des Hartmannbundes zurück: „Herr Lücke wäre gut beraten, unseren eigenen Prüfbericht und die Bewertung des Bundesversicherungsamtes abzuwarten.“ Offenbar handele es sich bei der Attacke des Hartmannbundes um „eine Retourkutsche für Herrn Kailuweits Forderung, Korruption auch in der Ärzteschaft entschieden zu bekämpfen“, so der Sprecher. Er brauche nichts abzuwarten, konterte Lücke kühl: „Die KKH hat die Vorwürfe eingeräumt.“!

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