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Meine Stadt Ärzte-Streik trotz Einigung
Hannover Meine Stadt Ärzte-Streik trotz Einigung
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06:17 13.10.2012
Foto: Dröse Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Wenn ein Frauenarzt eine Blutdruckmanschette als Ordner-Binde missbraucht, dann ist das alles andere als ärztlicher Alltag. Christian Albring, Landesvorsitzender der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, hatte gestern zu einer Demonstration in die Schillerstraße geladen. „Eigentlich wollten wir vor dem DAK-Gebäude protestieren, aber die Polizei hat das verboten“, sagt Albring. So fanden sich eine Handvoll Ärzte und etwa 120 Arzthelferinnen vor dem Wareneingang von Galeria Kaufhof wieder.

Der Entschlossenheit des Personals tat das keinen Abbruch. Es demonstrierte, obwohl sich Ärzte und Kassen am Dienstagabend auf eine Honorarerhöhung von drei bis vier Prozent geeinigt hatten. „Wir sind damit nicht zufrieden, weil ein Großteil unserer Leistungen nicht bezahlt wird“, meint Peter Kalbe, Chirurg aus Rinteln. Schon jetzt spüre man den Arztmangel auf dem Land.

Dass so viele Arzthelferinnen protestierten, ist leicht erklärbar. „Ich streike für die Praxis und damit für meinen Job“, erklärt Silke Girteit. Langfristig fürchte sie um ihren Arbeitsplatz.

Das Geld von den Kassen reiche nicht aus, um steigende Löhne, Inflation und nötige Investitionen auszugleichen, heißt es in einer Presseerklärung der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände. Arzthelferin Marliesa Plaasch meint, dass in vielen Praxen nur noch 400-Euro-Kräfte arbeiteten, weil festangestellte Helferinnen zu teuer seien.

Axel Brunngraber, Arzt in der List, sieht schwarz für seine Zunft: „Es gibt viele Praxen, die in den nächsten Jahren nicht wiederbesetzt werden.“ Er fürchtet, dass es den persönlichen Arzt-Patient-Kontakt nicht mehr geben wird.

Wie viele niedergelassene Mediziner dem Aktionstag inder Region Hannover folgten,ist unklar. Allzu viele dürften es aber nicht gewesen sein. Auf einem Internet-Portal hatten gerade 18 Ärzte erklärt, ihre Pforten zu schließen.

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