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Meine Stadt Stadt Hannover kontrolliert Hundesteuer und Chips
Hannover Meine Stadt Stadt Hannover kontrolliert Hundesteuer und Chips
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16:37 23.01.2019
BRAV: Cairn-Terrier Ursus (1) lässt seinen Hundechip auslesen.
Hannover

Kaum ein Hundehalter weiß, dass die Stadt die Einhaltung der Hundesteuer kontrolliert – angeblich „seit einigen Jahrzehnten“, so ihr Sprecher Udo Möller. Seit Ende 2011 werde bei diesen Kontrollen auch der Chip ausgelesen, den zumindest alle jüngeren Hunde besitzen.

Im Niedersächsischen Gesetz über das Halten von Hunden hat das Land im Jahr 2011 die Implementierung eines solches Chips zur Pflicht gemacht. Der sogenannte Transponder ersetzt die Tätowierung im Ohr und enthält eine 15-stellige Nummer mit Informationen zum Herkunftsland, dem Produzenten des Chips und der Identifikationsnummer des Tieres.

Zwei Mitarbeiter kontrollieren regelmäßig

Bei der Stadt Hannover, so Möller, sind zwei Außendienstmitarbeiter im Einsatz, um die ordnungsgemäße Abführung von Steuern und Gebühren zu prüfen. 50 Prozent ihrer Arbeitszeit entfallen auf die Hundekontrollen. Das könne „anlassbezogen“ sein, etwa bei einer Hundeausstellung, oder stichprobenartig. Und: „Über die Anzahl der Verstöße wird keine Statistik geführt.“

Wenn der Hund keine Steuermarke trägt, gibt es verschiedene Konsequenzen. Der Stadtsprecher: „Dies ist vom Einzelfall abhängig. Die Maßnahmen reichen von einem Hinweis des Außendienstmitarbeiters bis zu der Festsetzung eines Bußgeldes.“

Von einer Ordnungswidrigkeit geht die Stadt aus, wenn der Halter nachweislich schon länger seinen Hund besitzt, ohne Steuern zu zahlen. Bei einem solchen Verstoß wird derzeit nicht überprüft, ob er überhaupt einen Hundeführerschein hat. „Das ist eine Lücke bei der Handhabung, die wir schnellstmöglich schließen sollten“, findet CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Bei steuerrechtlich gemeldeten 16.100 Hunden in der Stadt sei diese Prüfung ein Beitrag zu größerer Sicherheit.

5400 Euro an Bußgeldern festgesetzt

Im jüngsten Fall, der Kontrolle von Ursus (1), bestand kein Anlass zur Sorge. „Beißt Ihr Hund zu, wenn ich den Chip auslese?“, hatte sich der Mitarbeiter des Ordnungsdienstes zuvor noch erkundigt. Nein, der Cairn-Terrier biss nicht –aber schleckte. Das Auslesen hielt er für ein Spiel und den Kontrolleur für einen neuen Kumpel.

Bei Ursus war alles ordnungsgemäß. Steuermarke dran, Chip in Ordnung und eine Tasso-Marke für den Fall von Weglaufen trug der Terrier ebenfalls. Das ist nicht selbstverständlich: Im vergangenen Jahr hat die Stadt an Bußgeldern 5400 Euro festgesetzt. An Hundesteuern nahm sie 2,4 Millionen Euro ein.

Von Vera König

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