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Leben

Acht Monate nach Umzug ohne Telekom-Anschluss

Ein Umzug im Ort, nur ein paar Straßen weiter, eineinhalb Kilometer zwischen der alten und der – selbstverständlich mit Anschlussleitung ans Telefonnetz versehenen – neuen Wohnung: Das sollte kein großes Ding sein für die Deutsche Telekom, ihr Motto lautet ja: Erleben, was verbindet! Wie die Wirklichkeit aussieht, erleben Christina (31) und Lars (31) Harborth seit acht Monaten.

Barsinghausen. Frühzeitig hat das in Barsinghausen-Egestorf wohnende Ehepaar der Telekom im Februar mitgeteilt, dass es im März umziehen werde, sie die bisherige Telefonnummer beibehalten wollen. Angekündigt war die Umschaltung dann zum 18. März. Doch es geschah bis heute – nichts.

Auf Nachfrage wurde erklärt, der Auftrag sei storniert worden. Warum, wurde nicht gesagt. Einmal hieß es auch, es gebe die Leitung nicht mehr: „Ich wusste gar nicht, dass sich Kabel in Luft auflösen oder selber ausbuddeln“, erzählt die Mess- und Regeltechnikerin der NP. Im Juni kam eine neue Auftragsbestätigung für eine Schaltung Ende Juli, doch auch diese Hoffnung wurde enttäuscht: „Der Auftrag wurde an die alte Adresse geschaltet. Darauf bot die Telekom an, gegen Ende August einen völlig neuen Anschluss zu schalten – und die alte Nummer vier, fünf Wochen später auf diesen umzuschalten.“ Der angekündigte Schalttag wurde einen Tag vorher gekippt – es gebe Probleme, „weil irgendwelche Schaltdaten fehlten“.

Kein Anschluss ans Netz, damit kein Festnetztelefon, kein Internet, kein Fernsehen via Internet seit mehr als einem halben Jahr, alles nur noch übers Handy: Harborths wandten sich an die NP, die Mitte September bei der Telekom nachfragte. Die Antwort lautete, es sei „leider zu einem Fehler im System gekommen“, man könne „den Ärger des Kunden nachvollziehen“. Der Kundendienst arbeite „mit Hochdruck an einer Lösung“, man werde auch eine „Wiedergutmachung“ anbieten.

Bis heute hat sich nichts getan, berichtet Christina Harborth: „Die sagen, sie müssten alle Aufträge bis zum Beginn stornieren. Da haben wir ja gar nichts dagegen – nur warum sind die nicht in der Lage, das zu tun?“ Zuletzt habe das Unternehmen ihnen angeboten, „dass eine komplett neue Leitung vom Verteilerkasten bis zu uns gelegt wird – auf unsere Kosten!“ Bei ein paar Hundert Metern Entfernung ist das indiskutabel. Vor kurzem habe man einen Art „persönlichen Sachbearbeiter“ zugeteilt bekommen – doch der meldete sich nicht wie versprochenen binnen zwei Wochen, und nun sei er bis Monatsende in Urlaub. Und so meldet sich unter der Rufnummer wohl bis auf weiteres weiter nur die Telekom-Mailbox mit „Hallo, hier ist die Sprachbox von null fünf ...“.

von Ralph Hübner


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