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UNTERSUCHUNG: Ermittler im April an der Absturzstelle in der Wedemark.

UNTERSUCHUNG: Ermittler im April an der Absturzstelle in der Wedemark.
© Foto: Petrow

Flugunfall mit zwei Toten

Absturzursache Übergewicht?

Am 5. April stürzte ein Ultraleichtflieger in der Wedemark ab – Flugschüler (50) und -lehrer (74) starben. Jetzt veröffentlichte Fakten legen den Verdacht nahe, dass der Zweisitzer möglicherweise überladen gewesen sein könnte.

Elze. Ausbildungsflug mit tödlichem Ende: Am 5. April stürzte ein Ultraleichtflieger in der Wedemark ab. Die Maschine war bei Elze mit einer 220 000-Volt-Hochspannungsleitung kollidiert – Flugschüler (50) und -lehrer (74) starben. Am Montag legte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU, Braunschweig) einen Zwischenbericht vor. Eine Absturzursache wird darin nicht genannt – aber die veröffentlichten Fakten legen den Verdacht nahe, dass der Zweisitzer vom Typ MD 3 Rider möglicherweise überladen gewesen sein könnte.

Denn laut BFU beträgt das maximale Startgewicht der Propellermaschine 472,5 Kilo, leer wiegt der Hochdecker 295 Kilo, dass Gewicht der Insassen gibt die BFU mit zusammen 176 Kilo an. Somit hätten die Flieger rein rechnerisch lediglich 1,5 Kilo in den knapp 70 Kilo fassenden Tank pumpen dürfen – was für einen Ausbildungsflug viel zu wenig wäre. Im BFU-Bericht heißt es: „Die tatsächliche Abflugmasse konnte nicht bestimmt werden, da über die an Bord befindliche Kraftstoffmenge (...) keine nachvollziehbaren Informationen vorlagen“.

Die Maschine war bei guter Sicht um 17.18 Uhr am Flughafen Hannover gestartet, der Absturz geschah um 17.57 Uhr – in dieser Minute wurde nach Angaben der BFU beim Betreiber der Überlandleitung eine „Störung im Netz angezeigt“.

Laut Zeugen war es beim Kontakt des 2014 gebauten italienischen Fliegers mit der Hochspannungsleitung zu einem „Lichtbogen“ gekommen, die MD 3 Rider sei mit einem „explosionsartigen Knall brennend“ zu Boden gefallen. BFU-Experten untersuchten den Motor und fanden daran keine Mängel.

Laut BFU-Sprecher Germout Freitag wird „die genaue Absturzursache noch gesucht“.

Von Andreas Körlin


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