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Meine Stadt Abfallentsorger aha testet neue Tonne für Wertstoffe
Hannover Meine Stadt Abfallentsorger aha testet neue Tonne für Wertstoffe
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19:19 19.08.2010
Jana Magnus (26) führt die neue Tonne vor: Auch Elektrokleingeräte und Texitlien können rein Quelle: Thomas
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Fast jeder Müll hat in Hannover seine Tonne: Drei verschiedene gibt es zurzeit. Nur die Wertstoffe, also Verpackungen, Dosen und Kartons, gehören bislang in einen Sack, der lose an die Straße gestellt wird – und oft genug darauf herum fliegt. Das soll allerdings nicht so bleiben: Denn ab Oktober stellt die Abfallentsorgungsgesellschaft aha zunächst in Uetze probeweise eine vierte Tonne auf. Bereits Mitte September können sich die Bewohner der rund 2000 Grundstücke starken Gemeinde freiwillig per Coupon für das Projekt anmelden.

Die sogenannte „O-Tonne“ hat einen orangefarbenen Deckel und soll nicht nur die Gelben Säcke schlucken, sondern auch Kunststoff- und Metallteile, Textilien und Elektrokleingeräte: Dinge, die nicht in den für Verpackungen vorgesehenen Sack gehören. Sie landeten laut aha-Gerschäftsführerin Kornelia Hülter bislang häufig im Restmüll oder trotzdem im Wertstoffsack und müssten aussortiert werden, was zusätzliche Kosten verursache.

Mit der O-Tonne, die für zwei Jahre in Uetze getestet wird, könnten die Stoffe dann direkt sortiert und weiterverkauft werden, was durch Verringerung der Müllgebühr direkt dem Bürger zugute käme: „Für Kunststoffe bekommen wir auf dem Markt zurzeit 10-50 Euro pro Tonne“,so Hülter, „eine Tonne sauberes Altmetall bringt mindestens 200 Euro ein.“ Bei Textilien könnte man sogar einen dreistellige Summe pro Tonne erzielen.

Bis Ende 2012 sollen die O-Tonnen probeweise alle vier Wochen in Uetze abgeholt werden, parallel zur Abholung der Gelben Säcke. Die sollen auch gar nicht komplett ersetzt werden, erklärt Hülter: „Verpackungen werden weiterhin dem Dualen System übergeben, deshalb sollten diese auch möglichst im Gelben Sack in der O-Tonne landen“, so die aha-Verbandschefin. Wenn Verpackung lose hinein gerate, werde sie dennoch aussortiert.

Regionsumweltdezernent Axel Priebs ist vom Projekt der aha, dass in anderen Bundesländern bereits in ähnlicher Weise erfolgreich läuft, begeistert: „Durch die Tonne können nicht nur Wertstoffe sicher in den Kreislauf zurückgeführt werden, sie erspart auch Fahrtwege zum Wertstoffhof und schont somit das Klima.“

Dass die neue O-Tonne anschließend auch in der übrigen Region und im Stadtgebiet eingeführt wird, daran hat Hülter bislang keinen Zweifel. Es gehe bei der Testphase „um die Feinjustierung“, so die Verbandschefin. Im diesem Fall überlegt aha jedoch, die Sortierung des O-Tonneninhaltes an einen pivaten Konzern zu übergeben: Die Kapazität der einzigen eigenen Anlage in Bugdorf, die geschätzt etwa16 Tonnen Wertstoff im Monat aus Uetze sortieren wird, reiche dafür nicht mehr aus, so Hülter.

Laura Zacharias

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