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Justiz

96-Spieler mal wieder vor Gericht

Wegen wiederholten Schwarzfahrens sitzt der 96-Nachwuchsspieler (19) auf der Anklagebank. Er war erst vergangene Woche verurteilt worden, weil er mit Mitspielern einen Raubüberfall begehen wollte.

Hannover. Zum Prozessauftakt gratulierte Jugendrichterin Karen Wienbergen dem Angeklagten. „Herzlichen Glückwunsch zum Pokalsieg“, sagte sie zu dem 19-Jährigen - er hatte mit der A-Jugend von Hannover 96 den DFB-Pokal gewonnen.

Doch wegen seiner sportlichen Verdienste saß der junge Türke nicht auf der Anklagebank. Um es sportlich auszudrücken: Er hat Probleme mit der Raumaufteilung. Immer wieder ist er beim Schwarzfahren erwischt worden. Der 19-Jährige hatte mit seinem Ein-Zonen-Ticket die Bereichsgrenze überschritten. Die Üstra sah keinen anderen Weg, als dem Spieler die rote Karte zu zeigen; also Strafantrag zu stellen. Für die Tat am 1. August 2015 wurde er bereits zu acht Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Doch die Strafe trat er aus Sicht des Gerichts nicht an.

96-Justiziar Reinhold Vogelsang legte eine Bescheinigung vor, dass der Nachwuchsspieler (1000 Euro Nettoverdienst im Monat) 58 Stunden im Kinder- und Jugendhilfeverein „Domiziel“ abgeleistet habe. 50 Stunden seien eine vereinsinterne Strafe gewesen. Der Spieler hatte mit zwei Kameraden einen Raubüberfall geplant. Das Amtsgericht Stadthagen hatte sie vergangene Woche verurteilt (NP berichtete). Die restlichen acht Stunden sollten die Gerichtsstrafe gewesen sei. „Das ist von uns falsch kommuniziert worden“, räumte Vogelsang ein. Anfang dieser Woche leistete der Spieler dann nochmal zehn Stunden gemeinnützige Arbeit, um jeden Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Das akzeptierte die Richterin. Unsportlich fand sie es, dass der verwarnte Spieler kurz vor der ersten Verhandlung Anfang Februar wieder beim Schwarzfahren erwischt worden war. Der 96-Justiziar erklärte, dass der Spieler Probleme mit den Üstra-Zonen habe. „Wir haben das jetzt mit ihm geübt“, sprach Vogelsang, als spiele der 19-Jährige in der E-Jugend. Die Richterin stellte das Verfahren ein. „Auch mit Hinsicht auf das Urteil in Stadthagen.“ Dort war er zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit und 300 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Jetzt will der 19-Jährige eine Friseurlehre machen. Vorausgesetzt er besteht den Allergietest. Den Üstra-Test hat er hoffentlich bestanden.


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