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Meine Stadt 96-Spieler kriegt kein Bier – und schlägt zu
Hannover Meine Stadt 96-Spieler kriegt kein Bier – und schlägt zu
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11:32 11.08.2017
Symbolbild  Quelle: dpa
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Hannover

 Weil Shkelzen K. kein Bier mehr bekam, schlug er dem Wirt ins Gesicht: Gestern wurde der 53-Jährige wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro verurteilt.

Der Angeklagte soll am 20. De­zember 2016 am Ende einer Weihnachtsfeier der Ü-50-Mannschaft von Hannover 96 den Mitarbeiter (43) eines Lokals in der Burgstraße (Mitte) beleidigt und mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer erlitt eine Platzwunde, die mit fünf Stichen genäht werden musste.

Der Angeklagte kann sich an nicht viel erinnern, legte aber ein Teilgeständnis ab: „Ich war alkoholisiert. Ich weiß, dass ich ihn einmal geschlagen habe, und das bereue ich.“ Opfer Alexander G. erinnert sich dagegen noch sehr genau an die Tat: Als er ein leeres Glas vom Tisch abräumte, habe die Gruppe rund um den Angeklagten noch Getränke bestellen wollen. Er habe den Gästen daraufhin mitgeteilt, dass das Lokal schließen würde und es somit zu spät sei, um noch eine Bestellung aufzugeben. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung, in der er die Gruppe des Lokals verwiesen habe. Daraufhin sei der Angeklagte zum Tresen gekommen und habe ihn mehrfach geschlagen, so das Opfer gestern vor Gericht. Ein Zeuge, der an dem Lokal zu diesem Zeitpunkt vorbeiging, hörte den Streit bis auf die Straße. Er ging hinein und rief schließlich die Polizei.

Das Gericht wertete die kurze Aussage des Angeklagten als Teilgeständnis, geht aber aufgrund der Zeugenaussagen von mehreren Schlägen aus. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf eine höhere Geldstrafe. Ihre Hauptargumente: Der Mann habe seine Chance, die offene Rechnung des Tatabends zu bezahlen und sich beim Opfer während der Verhandlung zu entschuldigen, nicht genutzt. Zudem fiel er dem Staatsanwalt im Verfahren immer wieder ins Wort.

Der Mann ist arbeitslos und be­reits mehrfach vorbestraft.

Von Cecelia Fischer

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