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Kriminalität

96-Nachwuchs: Für Anfang Februar Casino-Überfall geplant

Drei 96-Nachwuchsspieler (18, 19) sind in der Nacht zum 2. Februar in Lauenau festgenommen worden. Beamten war aufgefallen, dass die drei jungen Männer zwei verschiedene Kennzeichen an ihrem Auto hatten.

Hannover. Tatsächlich war das kein Zufall - sie hatten einen Überfall auf ein Casino in Lauenau geplant, es sich aber zwischenzeitlich anders überlegt. In dem inzwischen geparkten Auto der jungen Männer aus Messenkamp und Hannover hatten sich Sturmhauben und eine Gaspistole befunden, bestätigte die Polizei.

"Neben einem möglichen versuchten Raub muss sich das Trio unter anderem wegen Kennzeichendiebstahls und Urkundenfälschung verantworten, da sich an dem benutzten Tatfahrzeug zuvor entwendete Kennzeichen befanden", führt Polizeisprecherin Gabriela Mielke aus.

Die Ermittler kamen den Jungfußballern auf die Spur, weil diese in Hannover im absoluten Halteverbot geparkt hatten. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats Hannover-Nordstadt hatte am Dienstagvormittag, 2. Februar, zwei unterschiedliche Kennzeichenschilder an dem Audi A 3 bemerkt. Die Überprüfung ergab, dass beide Kennzeichen in Lauenau von zwei Fahrzeugen entwendet worden waren. "Die Annahme, dass der PKW ebenfalls gestohlen war, wurde durch die Nachfrage beim Halter nicht bestätigt. Vielmehr war der Audi von dem 18-jährigen Sohn benutzt worden", sagte Polizeisprecherin Gabriela Mielke.

Die U19-Sportler sind geständig. Bei 96 ist man mit der Situation - wenig überraschend - unglücklich. "Nach langen Gesprächen sind die drei suspendiert", sagt Vereinssprecher Christian Bönig. "Wir verurteilen das. Ein solches Verhalten entspricht nicht den moralischen Wertvorstellungen von Hannover 96."

Viel sagen will 96-Präsident Martin Kind nicht zu den Vorfällen. "Das ist ein laufendes Verfahren, da müssen wir die Ergebnisse abwarten." Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte es für die Spieler aber eher schwierig werden mit der 96-Karriere. Kriminelles Verhalten würde bei 96 grundsätzlich nicht toleriert, "natürlich nicht", bestätigt Kind. Aber vorschnell urteilen werde er auch nicht: "Sie sind vorerst suspendiert. Man muss jetzt fair damit umgehen, und sehen, was die Polizei ermittelt."

Ihre sportliche Karriere könnte damit in der nächsten Zeit leiden - und die kriminelle Karriere ist offenbar auch nicht der beste Weg.

Die Polizei Schaumburg ermittelt. seb/dpa


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