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VERURTEILT: Niklas V. (bei einem anderen Prozess mit Anwalt Andreas Hüttl) muss 1400 Euro Strafe wegen Verstoß gegen das Waffengesetz zahlen.

VERURTEILT: Niklas V. (bei einem anderen Prozess mit Anwalt Andreas Hüttl) muss 1400 Euro Strafe wegen Verstoß gegen das Waffengesetz zahlen.
 © Foto: Archiv

Geldstrafe

96-Fußball-Chaot mit verbotener Waffe unterwegs

Ausschreitungen in Bielefeld: Ein Fußball-Chaot aus der Fanszene von Hannover 96 ist zu 1400 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 25-Jährige war von der Polizei mit einem so genannten Signalstift erwischt worden, mit dem sich Leuchtgeschosse abfeuern lassen und der unter das Waffengesetz fällt.

Hannover.  Ein Straftäter aus der Ultra-Szene von Hannover 96 ist erneut verurteilt worden: Niklas V. (25) muss wegen Verstoß gegen das Waffengesetz 1400 Euro Strafe zahlen. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld, Udo Vennewald, auf NP-Anfrage.

In dem Verfahren ging es um Ausschreitungen rund um den Bahnhof in Bielefeld in der Nacht zum 5. Dezember 2015. Nach einem Medienbericht sollen damals etwa 150 Fußball-Chaoten von 96 beteiligt gewesen sein. Angeblich seien sie auf der Rückreise vom Auswärtsspiel am Vorabend bei Schalke 04 gewesen. Bei der Randale waren auch Polizisten angegriffen worden. Die Beamten wurden unter anderem mit Leuchtmunition beschossen.

Während einer Personenkontrolle wurde bei V. ein so genannter Signalstift sichergestellt, mit dem sich Leuchtgeschosse abfeuern lassen. Das Gerät fällt unter das Waffengesetz. Munition fanden die Beamten bei dem 25-Jährigen zwar nicht. Die soll aber einer seiner Begleiter dabei gehabt haben.

Erst Prozess, dann Kehrtwende

Wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz hatte V. bereits Anfang des Jahres auf der Anklagebank des Amtsgerichts Bielefeld gesessen. Damals platzte der Prozess jedoch, weil der Anwalt des 25-Jährigen mehrere Polizisten als Zeugen vorladen lassen wollte, die in der Bielefelder Krawallnacht im Einsatz waren (NP berichtete). Doch nun kam die Kehrtwende: V. zog seinen Einspruch gegen einen ursprünglichen Strafbefehl (schriftliches Urteil) in dem Fall zurück. Damit ist die Verurteilung zu 1400 Euro Strafe rechtskräftig.

 

Neues Verfahren wegen Skandal-Banner

Und auf V. wartet bereits der nächste Prozess: Wegen des so genannten Skandal-Banners, mit dem Chaoten in der Nordkurve der HDI-Arena bei einem 96-Heimspiel im März 2016 den Mordversuch von IS-Terroristin Safia S. an einem Polizisten bejubelt hatten, war V. im Amtsgericht Hannover zu 14 000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Dagegen legte der Werkzeugmechaniker Berufung ein. Der Fall muss deshalb neu aufgerollt werden. Das Verfahren befindet sich beim Landgericht Hannover, so Sprecher Hans-Christian Rümke auf Anfrage der NP.

Von Britta Mahrholz


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