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Meine Stadt 96 - Braunschweig: Derby sprengt alle Dimensionen
Hannover Meine Stadt 96 - Braunschweig: Derby sprengt alle Dimensionen
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00:15 05.04.2014
GROSSES AUFGEBOT: Am Sonntag wollen 3300 Polizisten für Ruhe unter den 23000 Zuschauern sorgen. Beim Derby Dortmund gegen Schalke waren 3000 Polizisten im Einsatz, bei 77000 Zuschauern. Quelle: Peter Steffen
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Hannover

Das Derby am Sonntag sprengt alle Dimensionen! Seit Dienstag steht fest, dass die Polizei mit noch mehr Beamten das Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 schützen wird als bislang bekannt. Rund 3300 Einsatzkräfte bieten die Polizeidirektion Braunschweig und die Bundespolizeidirektion Hannover insgesamt auf, um Fußball-Chaoten die Stirn bieten zu können. Zum Vergleich: Beim Revier-Derby Dortmund gegen Schalke vergangene Woche war die Polizei mit 3000 Beamten dabei. Allerdings bei deutlich mehr Zuschauern: Das Duell im Pott sahen 77 000 Fans - im Eintracht-Stadion werden es am Sonntag gerade einmal 23 000 sein. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius schickte unterdessen gestern eine unmissverständliche Warnung an alle Krawallmacher auf beiden Seiten: „Wenn es wieder zu Ausschreitungen kommt, wird der nächste Schritt sein, die Gäste-Fans auszuschließen.“

Der Vizepräsident der Braunschweiger Polizei, Roger Fladung, hatte am Montag angekündigt, 2600 Beamte zum Derby auf die Straße zu schicken (NP berichtete). Die Bundespolizeiwird „etwa die Einsatzstärke haben wie beim Hinspiel in Hannover“, sagt Sprecher Martin Ackert. Und da waren es 700 Beamte. Macht zusammen rund 3300 Polizisten. Es handelt sich damit sogar bundesweit um einen der größten Fußballeinsätze aller Zeiten. Dazu kommen noch 500 Ordner im Eintracht-Stadion.

Die Polizei muss eine Einsatzstärke im XXL-Format aufbieten, um am Sonntag eine Freizeitveranstaltung zu schützen - und das alles nur wegen geschätzter 2000 gewaltbereiter Rowdys. 1000 auf Braunschweiger Seite und 1000 im hannoverschen Lager. „Das hat mit sauberem Sport nichts mehr zu tun“, sagt Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Mehr als 20 000 Fans, die das Derby im Stadion sehen werden, stuft er als friedlich ein. Doch die verhältnismäßig kleine Zahl Chaoten mache es dennoch notwendig, dass die Polizei mit 3300 Beamten antritt. Schilff: „Es sind einige wenige Kriminelle, die den Fußball zur gewalttätigen Auseinandersetzung verkommen lassen. Das kann nicht sein.“ Sollte es am Sonntag wieder zu Krawallen wie in der Hinrunde in Hannover kommen, fordert der GdP-Chef harte Kante gegen die Randalierer: „Das ist die letzte Chance für Gewalttäter.“

Innenminister Pistorius stimmt auch die aktuelle Tabellenkonstellation nachdenklich. Die Abstiegsangst beider Teams verschärfe nach seiner Ansicht noch die Ausgangslage für das Derby: „Natürlich liegen die Nerven bei den Fans beider Mannschaften blank. Fußballerisch könnte das Spiel also eine entspanntere Ausgangslage haben.“ Es gehe um viel, so der Minister: „Aber Gewalt hat hier nichts zu suchen.“ Die Polizei sei auf alles vorbereitet.

Nach den Krawallen beim Hinspiel im November in Hannover hatte die Polizei insgesamt 225 Strafverfahren eingeleitet.

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