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Meine Stadt 5,8 Prozent! Stadtwerke Hannover erhöhen Strompreis
Hannover Meine Stadt 5,8 Prozent! Stadtwerke Hannover erhöhen Strompreis
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19:03 05.08.2010
Der Strompreis in Hannover steigt um 5,8 Prozent Quelle: dpa
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Für die 400.000 Stromkunden der Stadtwerke Hannover wird das ein Ärgernis. Ab 1. Oktober sollen sie netto 1,16 Cent mehr für die Kilowattstunden zahlen. Die vorgesehene Anhebung um 5,8 Prozent rechtfertigt Michael Feist als Chef des kommunalen Energieversorgers mit Belastungen durch das Gesetz für erneuerbare Energien.

„Die Kosten für einen durchschnittlichen Kunden, den Drei-Personen-Haushalt mit 2500 Kilowattstunden Verbrauch, erhöhen sich damit jährlich um 34,50 Euro“, sagte Feist am Donnerstag. Mit diesen Preisen werde Hannover auch weiter im unteren Drittel liegen: „Bei vielen Versorgern sind Anhebungen von sieben Prozent zu erwarten.“

Mitwerber E.on Avacon wollte diese Aussage nicht kommentieren. Eine Sprecherin des Umlandversorgers sagte, zuletzt sei der Preis am 1. Mai gestiegen – um 2,5 Prozent.
Im Aufsichtsrat der Stadtwerke werden die Pläne wahrscheinlich am Dienstag abgenickt. Trotz heftiger Proteste.

„Das trifft Familien hart“, findet Hilde Moennig (CDU). „Unglaublich. Ich stimme dagegen“, kündigt Dieter Küßner (CDU) an. „Das war zu befürchten. Ökostrom treibt die Kosten hoch“, hat Wilfried Engelke (FDP) nur bedingt Verständnis.

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„Es ist nicht das, was wir uns wünschen, aber unumgänglich“, versichert Aufsichtsratschef Walter Meinhold (SPD). Im Übrigen könnten die Kunden durch Sonderprodukte wie „enercityOptionsStrom“ und „enercityUmweltStrom“ bis zu fünf Prozent sparen. Schließen sie einen Ein-Jahres-Vertrag ab, bekommen sie eine Prämie von 50, bei zwei Jahren sogar von 100 Euro.

Dieses Prämienmodell gilt auch für das neue „enercity OptionsGas“. Die gute Nachricht für die 200.000 Gaskunden der Stadtwerke: Die Preise bleiben in der kommenden Heizperiode stabil. „Nutzen sie die Option zwei Jahre, lassen sich einmalig sogar 141 Euro oder zehn Prozent sparen“, wirbt Feist. Von den Einmalprämien würden auch die 40.000 Verbraucher profitieren, die ihr „Gas & fix“-Angebot umstellen.

Die heftigste Verteuerung trifft die 4000 Kunden mit Stromwärmespeichern. Der Arbeitspreis steigt um 19,8 Prozent. Das macht durchschnittliche Mehrkosten von 194,16 Euro jährlich aus. Geplant ist mittelfristig die Abschaffung der Geräte.

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