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Meine Stadt 24-jähriges Opfer aus Koma erwacht
Hannover Meine Stadt 24-jähriges Opfer aus Koma erwacht
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21:46 28.03.2018
Symbolbild Quelle: dpa
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Hannover

Der Verdächtige ist ein Flüchtling aus Syrien, er hatte die Frau mit einem Messer niedergestochen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Klinge, sagte gestern: „Es gibt die erfreuliche Nachricht, dass das Opfer aus dem Koma erwacht ist.“ Der Oberstaatsanwalt weiter: „Das Opfer ist ansprechbar, kann aber noch nicht zu dem Vorfall befragt werden.“

Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft hätten die junge Frau im Krankenhaus besucht und kurz mit ihr gesprochen. „Eine Befragung war jedoch noch nicht möglich. Wir gehen davon aus, dass die Frau sich an den Vorfall erinnert.“ Eine Vernehmung als Zeugin könne erst in ein paar Tagen stattfinden. Die Ermittlungen in dem Fall gingen weiter, auch andere Zeugen würden noch befragt. Erst nach Abschluss aller Maßnahmen könne der Fall rechtlich bewertet werden, so Klinge.

Am Mittwoch ging die Diskussion weiter, ob mehr für die Integration von Flüchtlingen getan werden muss. Der Niedersächsische Richterbund hatte in der NP stärkere Bemühungen verlangt, um Kriminalität vorzubeugen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wies gestern darauf hin, dass noch immer an hunderten Schulen Sozialarbeiter fehlen würden. „Deshalb muss bei Fort- und Weiterbildung für Lehrer mehr passieren“, sagte ein Sprecher. Es gehe dabei allerdings nicht ausdrücklich um Flüchtlinge, sondern grundsätzlich um den Umgang mit auffälligen Schülern.

Die Diakonie in Niedersachsen hält die Anstrengungen für die Integration ebenfalls für nicht ausreichend. Fachberater Wolfgang Reiter sagte: „Es gibt trotz Landes- und Bundesmitteln weiße Flecken in Niedersachsen, die keine auskömmliche Ausstattung für Integrationsunterstützung haben.“ Außerdem würden Flüchtlinge auch umziehen, Projekte für Integration jedoch nicht. So könne es sein, dass Hilfsangebote fehlen.

Andreas Körlin/Dirk Altwig

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