Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt 2,5 Millionen für Bunker-Abriss unter dem Klagesmarkt
Hannover Meine Stadt 2,5 Millionen für Bunker-Abriss unter dem Klagesmarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 15.10.2012
Blick auf den Klagesmarkt Quelle: Michael Thomas
Anzeige
Hannover

Für rund 2,5 Milliionen Euro will die Stadt den alten Weltkriegsbunker unter dem derzeit als Parkplatz genutzten Areal abreißen lassen, weil dort ab 2014 Wohnbebauung mit Tiefgaragen entstehen soll.

Gebaut wurde der Bunker im Jahr 1942 - als Schutz vor alliierten Luftangriffen. Er hat eine Gesamtlänge von 85 Metern und eine Breite von 20 Metern. Die Wände haben eine Stärke von 1,80 Metern. Die Decke ist 1,40 Meter dick.

Weil ein reines Zertrümmern des Gebäudes zu laut und ein Abbruch mit Diamantsägen oder hydraulischen Pressungen zu teuer wäre, setzt die Stadt auf ein gemischtes Verfahren. Heißt: Der Beton soll mit Sprengungen gelockert und dann mittels hydraulischen Beißzangen an Großbaggern Stück für Stück abgetragen werden.

Dieses Verfahren hatte zuletzt auch das Unternehmen Hochtief beim Bunkerabriss in der Lönsstraße (Zooviertel) zum Einsatz gebracht. Am Ende hatte dies jedoch zu Protesten seitens der Anwohner geführt - vor allem, als die massive Bodenplatte des Bunkers zertrümmert werden musste.

Dennoch hält die Stadt das kombinierte Verfahren für das richtige beim Abriss. Dieses sei nach dem Stand der Technik das günstigste. Damit könnten die Lärmemissionen und Erschütterungen auf ein Minimum reduziert werden.

Nach dem Abbruch des Bunkers soll der Bau der Tiefgaragen der rund 70 geplanten Wohneinheiten auf dem Platz starten. Die Gebäude sollen vier bis fünf Geschosse haben und auch Einzelhandel und Dienstleistungen beherbergen. An der Otto-Brenner-Straße soll es außerdem ein Bürogebäude mit sieben Geschossen geben.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige