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Massenschlägerei in Hildesheim: Mehr als 170 Ultras und Hooligans von Hannover 96 nahm die Polizei fest. Ihnen drohen Stadionverbote.

Massenschlägerei in Hildesheim: Mehr als 170 Ultras und Hooligans von Hannover 96 nahm die Polizei fest. Ihnen drohen Stadionverbote.
 © Foto: Dillenberg

Hannover 96

170 Ultras und Hooligans droht bundesweites Stadionverbot

Eine geplante Massenschlägerei vergangenen November in Hildesheim mit Rowdys von Eintracht Braunschweig könnte eine empfindliche Strafe für mehr als 170 Ultras und Hooligans aus der Fanszene von Hannover 96 nach sich ziehen. Ihnen drohen bundesweite Stadionverbote. Der DFB hat 96 jetzt um Anhörung der Betroffenen gebeten.

Hannover.  Für mehr als 170 Fußball-Chaoten aus der Fanszene von Hannover 96 könnte eine geplante Massenschlägerei in Hildesheim vergangenen November eine empfindliche Strafe nach sich ziehen. Ihnen droht ein bundesweites Stadionverbot. Der DFB, der die Sanktionen verhängen kann, hat Hannover 96 um Anhörung der Betroffenen gebeten. Der Verein bestätigt zwar die Maßnahme, gibt aber keine Informationen: „Wir sind nicht zuständig, weil es sich um einen Drittort handelt. Der DFB ist Herr des Verfahrens“, sagt 96-Mediendirektor Heiko Rehberg.

Es geht um den 4. November 2016. Zwei Tage vor dem Derby Braunschweig gegen Hannover sollte es offenbar auf einem Baumarkt-Parkplatz in Hildesheim zu einer so genannten Drittortauseinandersetzung kommen (NP berichtete). Anwesend waren allerdings keine Braunschweiger, sondern lediglich Personen, die die Polizei der Ultra- und Hooligan-Szene von 96 zuordnet. Mehr als 170 wurden festgenommen und ihre Personalien registriert. Darunter waren auch Frauen und eine ganze Reihe Minderjähriger. Gut 100 Ultras und Hooligans wurden bis nach dem Spiel mit richterlichen Beschlüssen in Langzeitgewahrsam genommen.

Noch nie so viele „Störer“ zweifelsfrei identifiziert

Der Vorfall ist einzigartig. Noch nie zuvor hatte die hannoversche Polizei im Zusammenhang mit einer Massenschlägerei von Fußball-Chaoten eine so hohe Anzahl Beteiligter festgesetzt. Damit wurden auch so viele „Störer“ (wie sie im Polizeideutsch heißen) wie noch nie zweifelsfrei identifiziert.

Die Personalien hat inzwischen auch der DFB, der nun 96 um Anhörung der Festgenommenen gebeten hat. Die Betroffenen haben die Möglichkeit, sich gegenüber dem Verein über die Vorgänge in Hildesheim zu äußern. Alles freiwillig, versteht sich.

Hannover 96 gibt Empfehlungen

Die Anhörungen haben bereits begonnen und dauern an. Nach NP-Informationen obliegt es auch Hannover 96, dem DFB Empfehlungen bezüglich der Dauer eines möglichen Stadionverbots zu geben.

Die Entscheidung, ob es Sanktionen gibt und, wenn ja, wie sie ausfallen, trifft aber allein der DFB. Und deshalb schweigt der Club auch dazu: „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, zu dem wir uns nicht weiter äußern“, so Rehberg.

Von Britta Mahrholz


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