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Die Förderzusage des Umweltministeriums ist da: Guido Henrich (von links), Rolf-Axel Eberhardt, Stefan Birkner, Henning Radant, Thomas Struckmeier und Rolf Herrmann.

Die Förderzusage des Umweltministeriums ist da: Guido Henrich (von links), Rolf-Axel Eberhardt, Stefan Birkner, Henning Radant, Thomas Struckmeier und Rolf Herrmann.© Rocktäschel

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Wunstorf

Bald Erdwärme auf dem Fliegerhorst?

Die Stadtwerke Wunstorf haben am Mittwoch vom Land eine Förderzusage über 250.000 Euro erhalten. Das Geld wird für eine Machbarkeitsstudie für ein Erdwärme-Projekt auf dem Fliegerhorst verwendet.

Wunstorf. Umweltminister Stefan Birkner überbrachte Geschäftsführer Henning Radant und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Struckmeier das Weihnachtsgeschenk. Die Studie wird 280.000 Euro kosten. Mit der Förderzusage seien die Stadtwerke dem auf rund zehn Millionen Euro geschätzten Projekt einen großen Schritt vorangekommen, sagte Radant.

Die Idee war im Jahr 2009 entstanden. Mit dem Ausbau des Fliegerhorstes wollte die Bundeswehr bei der Heizung auf regenerative Energie umstellen. Die Gebäude, Hallen und die Stellflächen für die Flugzeuge sollen erwärmt werden. Letzteres bedeute auch den Verzicht auf Chemikalien für die Enteisung, ergänzte Kommodore Guido Henrich. Das Optimum wäre, sogar die Startbahnen zu beheizen. Aber das sei ein Fernziel.

Auch Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, der in diesem Jahr zahlreiche Gespräche im Verteidigungsministerium geführt hat, blickt schon weiter als bis zum Jahr 2015. Dann könnte bei gutem Ergebnis der Studie mit der Bohrung begonnen werden.

Geologische Untersuchungen sollen zeigen, ob Erdwärme auch für Unternehmen und Privatleute im Stadtgebiet möglich sind. Versorger wären auch dann die Stadtwerke. Die verfügen schon jetzt über gute Kenntnisse, haben sich mit Firmen kurz geschlossen, die in dem Bereich erfolgreich arbeiten. Allerdings sei der Punkt erreicht, in dem weitere finanzielle Vorleistungen nicht mehr erbracht werden können, sagte Radant.

Umweltminister Birkner betonte die Bedeutung, die Erdwärme in Niedersachsen hat. Zudem gebe es kompetente Unternehmen, die die Technik beherrschen.

Mit der Studie wird untersucht, ob die Temperaturen in einer Tiefe von 1700 Metern für eine wirtschaftliche Wärmeversorgung des Fliegerhorstes ausreichen. Zudem soll überprüft werden, ob der Untergrund in der Tiefe zusätzlich auch als Wärmespeicher genutzt werden kann, da zusätzlich Blockheizkraftwerke für Strom und Wärme sorgen sollen. Die überschüssige Wärme im Sommer soll unterirdisch gespeichert werden.


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Wunstorf ist ...

  • ... eine Stadt westlich von Hannover mit 14 Stadtteilen und 43.000 Einwohnern
  • ... bekannt für seine Lage am Steinhuder Meer
  • ... westlichster Zipfel des Calenberger Lands
  • ... Standort des größten fliegenden Verbands der Luftwaffe und einer großen psychiatrischen Klinik
  • ... mit der vielleicht schönsten historischen Altstadt in der Region ein lohnenswertes Ausflugsziel
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