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Aufgepeppt: Der stellvertretende Schulleiter Bernhard Klingelhöfer, die Schüler, der Künstler Jonas Wömpner (vorne Mitte), Lehrerin Leonie Glatz und Fabian Heins von der Verwaltung freuen sich über das Ergebnis.

Aufgepeppt: Der stellvertretende Schulleiter Bernhard Klingelhöfer, die Schüler, der Künstler Jonas Wömpner (vorne Mitte), Lehrerin Leonie Glatz und Fabian Heins von der Verwaltung freuen sich über das Ergebnis.© Johanna Kruse

Wennigsen

Schüler gestalten Schulwand mit Graffiti um

In einem Pilotprojekt der Gemeinde Wennigsen haben Jugendliche der Sophie-Scholl-Gesamtschule gemeinsam mit Künstler Jonas Wömpner eine lange Schulwand mit Graffiti neu gestaltet.

Wennigsen. "Dafür gebe ich immer wieder gern meine Freizeit her", sagte der 16-jährige Conrad. Er und neun weitere Schüler aus den neunten und zehnten Klassen der KGS haben in der vergangenen Woche eine lange Wand am Sportplatz der Schule, die von vielen kleinen Kritzeleien beschmiert war, mit Graffiti-Motiven verschönert. Professionelle Unterstützung gab es von Künstler und Graffiti-Sprayer Jonas Wömpner.

Quer über die Wand steht nun in großen Buchstaben "Sopie-Scholl-Gesamtschule". Drumherum platzieren sich ein Pfau, ein Eichhörnchen, eine weiße Rose und Martin Luther King - verbunden mit dem Spruch "I Have A Dream". Am Ende der Wand haben die Jung-Künstler das Werk außerdem signiert. "Es war interessant zu sehen, wie plötzlich so viele Ideen von den Schülern kamen, vor allem zum Thema Freiheit", sagte Lehrerin Leonie Glatz, die gemeinsam mit Nicole Coors das Projekt betreute. "Die Schüler waren alle mit Feuereifer dabei. Schließlich haben sie auch ihre Freizeit geopfert", fügte sie hinzu.

Die Idee, die beschmierte Schulwand umzugestalten, kam von der Gemeindeverwaltung, die sich sonst darum kümmert, dass solche Flächen wieder sauber werden. "Die Reinigung hätte uns etwa 2100 Euro gekostet. Das Projekt mit den Schülern kostet knapp unter 3000 Euro - und wir können die Schüler mit einbinden und haben ein schönes Kunstwerk an der Schule. Das ist es natürlich wert", sagte Fabian Heins, der bei der Gemeinde für die Schulen zuständig ist.

Vier Tage lang hatten die Beteiligten jeweils vier Stunden lang an der Wand gearbeitet. "Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, aber das Endergebnis ist wahnsinnig gut geworden. Das war für uns auch ein Pilotprojekt, aber das kann es ruhig öfter geben", merkte Heins an. Schüler, Lehrer, Gemeinde und der Künstler selbst - alle Seiten sind von dem Ergebnis begeistert. "Für mich war es das erste Projekt in Wennigsen und die Kommunikation mit den Schülern hat super funktioniert. Alle haben sich auch untereinander geholfen und unterstützt", resümierte Wömpner, der in der Region öfter an ähnlichen Projekten arbeitet.

Der stellvertretende Schulleiter Bernhard Klingelhöfer könnte sich vorstellen, dass auch andere Stellen der Schule auf diese Weise verschönert werden. "Es ist bei uns lange Tradition, dass Schüler die Schule selbst gestalten und hierbei handelt es sich auch um eine Kunstform, die dadurch gewürdigt wird. Dabei haben wir viel Vertrauen in die Schüler, denn die selbst erarbeiten Motive zum Thema Freiheit zeigen auch, was für die Schüler wichtig ist", sagte Klingelhöfer zufrieden.

Von Johanna Kruse


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