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Sauwetter statt Sonnenschein: Der Ferienpass litt unter dem verregneten Sommer.

Sauwetter statt Sonnenschein: Der Ferienpass litt unter dem verregneten Sommer.© Daniel Reinhardt

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Wennigsen

Regen verhagelt die Sommerferienbilanz

Das Sommerferienprogramm der Wennigser Jugendpflege blieb hinter den Erwartungen zurück. Wohl auch wegen des fast durchweg schlechten Wetters in den Ferien kamen weniger Kinder als sonst.

Wennigsen. Die Jugendpflege zieht eine eher nüchterne Bilanz: 299 Kinder hatten sich in den sechs Sommerferienwochen für die Aktionen angemeldet - und Ferien ohne Koffer, das Mädchenaktionscamp und die Finnhüttenfreizeit sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Vor einem Jahr waren es 317. Deutlicher wird's beim kunterbunten Spielespaß in den letzten drei Ferienwochen, bei dem es "starke Einbußen" gab. "Hier sind wir im Durchschnitt nur auf 15 Kinder am Tag gekommen", bedauert Jugendpfleger Christoph Knoke. "Verstandlich bei Dauerregen." 2016 waren es doppelt so viele. Ziemlich verregnet waren auch die Ferien ohne Koffer im Wasserpark. Ohnehin gab es diese Schulkindbetreuung in diesem Jahr nur in den ersten drei Ferienwochen mit 108 Kindern. Pro Tag macht das im Durchschnitt 38. Sonst waren es die ganzen sechs Wochen gewesen.

In den 15 Jahren, in denen er nun in Wennigsen sei, befände sich dieser Sommerferienpass von den Zahlen her immerhin noch im oberen Drittel, berichtet Knoke. Allerdings sei dieser Sommer der schlechteste gewesen in den vergangenen fünf Jahren. Trotz aller Kontinuität hätte nur noch knapp ein Viertel der Sechs- bis Zwölfjährigen mindestens eine Veranstaltung über die Jugendpflege besucht, sagt Knoke. Dieses Alter ist die Zielgruppe des Sommerferienprogramms - "und 25 Prozent sind ganz klar zu wenig, wir wollen mehr Kinder erreichen", sagt Knoke. 938 Kinder von sechs bis zwölf Jahren leben derzeit in Wennigsen.

Das Wetter lässt sich nicht beeinflussen. Dennoch will sich die Jugendpflege darüber Gedanken machen, was sich mitunter anders und besser machen lässt. "Wir werden uns intensiv an den Schulen umhören, was angesagt ist", kündigt Knoke für Anfang des nächsten Jahres an. Der Jugendpfleger betont gleichzeitig, dass das Sommerferienprogramm aber sicherlich kein Wünsch-Dir-Was werden wird. Einige Dinge würden schon schlichtweg aus pädagogischer Sicht nicht gehen. Aber ums Daddeln oder um Handy-Spiele scheint man auch in einem Ferienprogramm kaum noch drumherum zu kommen.

Verregnetes Bolzevent

Und noch mehr Regen: Das Wetter spielte auch beim Bolzevent nicht so richtig mit. Die Veranstaltung wurde immer wieder durch Schauer unterbrochen - "schade", bedauert Mara Kempken vom Wennigser Jugendparlament (Jupa), die im Jugendausschuss kurz berichtete.

Obwohl eigentlich schon morgens abzusehen gewesen war, dass es wohl immer wieder regnen wird, wollte das Jupa die Aktion auf dem Bolzplatz in Bredenbeck nicht absagen. Nach intensiver Vorarbeit stand ein Konzept mit Musik, Grillen, süßen Leckereien und Glücksrad. Die Teams sollten spontan gebildet werden, um auch Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, die sonst nicht in einer festen Gruppe spielen.

Als es losging, "kam tatsächlich eine Weile die Sonne raus", berichtet Jugendpfleger Christoph Knoke, dessen Kollege Arne Schirmer extra neue Markierungen auf den Platz aufgebracht hatte. Zwischendurch regnete es aber immer wieder. Dennoch hätten über den Nachmittag einige Dutzend Teilnehmer das Event besucht. Die anfängliche Enttäuschung über die mäßige Nachfrage ließ jedoch schnell nach und am Ende waren sich das veranstaltende Jupa, die teilnehmenden Jugendlichen und die unterstützenden Mitarbeiter der Jugendpflege einig, dass es trotz allem eine tolle Aktion war.

Die nächste Veranstaltung, die das Jugendparlament plant, ist ein Cannabis-Infoabend am 18. Oktober in der KGS, auf dem mit Experten und der Politik über das Für und Wider einer Legalisierung diskutiert werden soll. Die Jugendvertreter wollen an der KGS in allen Klassen ab Jahrgang 8 Werbung für ihre Veranstaltung machen.

Das Herbstferienprogramm ist da

Gestalten, entdecken, ausprobieren: Das Programm für die Herbstferien vom 2. bis 13. Oktober ist da mit Ausflügen in den Heidepark und ins aquaLaatzium, Museumsrallye, Malen, Geocachen und Luftgewehrschießen. Kreativ-Angebote (töpfern und filzen) gibt es mit Andrea Löschen. Aufgepasst: Am ersten Herbstferienwochenende holt die Jugendpflege den Longboard-Baukurs nach, der im Sommer verschoben wurde.

Die Jugendräume in Wennigsen und Bredenbeck sind in den Herbstferien zu den gewohnten Zeiten geöffnet. In der zweiten Woche bietet die Jugendpflege zusätzlich von 8 bis 16 Uhr eine Schulkindbetreuung an.

Anmeldungen für die Herbstaktionen sind ab sofort dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 19 Uhr im Jugendhaus an der Argestorfer Straße möglich. Das Büro ist unter Telefon (05103) 2104 zu erreichen. Das komplette Herstferienprogramm findet sich im Internet auf jugendpflege-wennigsen.de.


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