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Die Ortsräte Markus Schmieta (von links), Lydia Bock, Daniel Leide und Jochen Wilkens wolllen wissen, wie die Bissendorf-Wietzer über die Baumschutzsatzung denken.

Die Ortsräte Markus Schmieta (von links), Lydia Bock, Daniel Leide und Jochen Wilkens wolllen wissen, wie die Bissendorf-Wietzer über die Baumschutzsatzung denken.© Roman Rose

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Bissendorf-Wietze

Baumschutzsatzung: Was soll drinstehen?

Bitte über den neuen Entwurf der Baumschutzsatzung für Bissendorf-Wietze informieren und dann die eigene Meinung dazu dem Ortsrat mitteilen: Diesen Appell richten Ortsbürgermeister Daniel Leide sowie die Ortsräte Markus Schmieta, Lydia Bock und Jochen Wilkens an alle Bissendorf-Wietzer.

Wedemark. Bei einem Pressegespräch machten die Politiker darauf aufmerksam, dass die Baumschutzsatzung für den Ortsteil derzeit im Rathaus öffentlich zur Einsicht ausliegt (zweiter Stock im Flur). Außerdem ist sie im Internet auf der Startseite der Gemeinde www.wedemark.de bei den Meldungen hinterlegt ("Baumschutzsatzung für Bissendorf-Wietze wird öffentlich ausgelegt").

Das aktuelle Regelwerk, das seit Anfang der neunziger Jahre nur im waldreichen Bissendorf-Wietze gilt, hatte nachgebessert und verändert werden müssen. Deshalb muss es jetzt einige Formalitäten durchlaufen, bevor es in der neuen Fassung gültig wird. Während der öffentlichen Auslegung, die noch bis 6. November dauert, können Bürger Anregungen und Kritik äußern. Das fließt dann in das weitere Verfahren ein, wird von Politik und Verwaltung bewertet und abgewägt.

Die Baumschutzsatzung sorgt schon länger für Frust im Ortsteil, und wird "viel diskutiert", wie Leide feststellte. "Wir haben bisher viele Einzelhinweise erhalten. So heißt es zum Beispiel, sie sei ungerecht, weil sie nicht verhindert, dass radikal abholzen darf, wer neu baut, andererseits aber Alteigentümer nicht oder nur zu hohen Kosten in ihren Bestand eingreifen dürfen", berichtete Jochen Wilkens. Für Bauherren gelte bisher zum Beispiel auch, dass sie nicht auf dem eigenen Grundstück nachpflanzen müssten, ergänzte Lydia Bock, Alteigentümer dagegen schon.

Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, plädiert der Ortsrat dafür, dass Baumschutzsatzung und Baurecht in Bissendorf-Wietze die selben Vorgaben enthalten. Das würde zum Beispiel bedeuten, dass in der Baumschutzsatzung festgelegt wird, dass nur noch 35 Prozent eines Grundstücks "überkront" sein müssen, also unter dem Grün von Bäumen liegen müssen - so, wie es die Entwürfe einiger in Arbeit befindlichen neuen Bebauungspläne für den Ort auch vorsehen.

"Wir wollen das als Ortsrat aber nicht nach persönlicher Gefühlslage entscheiden, sondern nach den Meinungen und Anregungen möglichst vieler Einwohner", sagt Ortsbürgermeister Leide. Möglich sei ja auch, dass die Bissendorf-Wietzer mehrheitlich gar keine Baumschutzsatzung mehr wollten. Deshalb bittet der Ortsrat dringend darum, dass sich jeder Einwohner über die ausliegende Fassung informiert und seine Meinung mitteilt. Leide sammelt alle Hinweise per E-Mail an Daniel_Leide@web.de.

Die nächste Ortsratssitzung, in der die Satzung Thema sein wird, ist für den 9. November, 19.30 Uhr im Gemeinderaum der Christophoruskirche terminiert.


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