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Die Region Hannover will an der Steinhauerstraße in Völksen einen Radweg bauen.

Die Region Hannover will an der Steinhauerstraße in Völksen einen Radweg bauen.© Tobias Lehmann

Völksen

Radweg: ADFC kritisiert Region

Auf den Kreisstraßen der Region Hannover herrscht ein Sanierungsstau. Deswegen wurde der geplante Radwegbau entlang der Ortsdurchfahrt Völksen auf unbestimmte Zeit verschoben. Ursprünglich stand er auf der Prioritätenliste ganz oben. Der ADFC will dagegen eine schnelle Lösung.

Springe. Der Radweg entlang der Steinhauerstraße - das ist die Ortsdurchfahrt in Völksen - ist nicht mehr in der mittelfristigen Finanzplanung. Das geht aus der aktuellen Prioritätenliste der Straßenbauprojekte bis zum Jahr 2015 hervor, die die Region jetzt veröffentlicht hat. Der Verkehrsausschuss der Region spricht darüber am Donnerstag, 15. August.

Die Regionsverwaltung begründet diesen Vorschlag damit, dass die Ortsdurchfahrt in Springes drittgrößtem Stadtteil zu eng für einen Radweg sei. Tatsächlich ist die Fahrbahn nur 6,40 Meter breit, rechts und links säumen Wohnhäuser die Straße. Dennoch betonte Regionssprecher Klaus Abelmann: „Für Radfahrer muss eine Lösung gefunden werden.“ Möglich sei beispielsweise auch eine gestrichelte Linie als Radweg. Aber auch für dieses Vorhaben gibt es bislang keinen Termin.

Der Vorschlag passe nicht zum Klimaschutzgedanken, sagt Stefan Klein, Sprecher des Springer ADFC, zum Vorschlag der Region Hannover, den Bau des Radweges entlang der Steinhauerstraße zu verschieben. Klein räumt aber auch ein, dass der Platz entlang der Steinhauerstraße begrenzt sei. Die Suche nach einer Alternativstrecke lehnt der Sprecher indes ab: Um zum Bahnhof Völksen zu gelangen, sei der Weg über die Steinhauerstraße nun einmal der kürzeste. Stefan Klein befürwortet somit, den Radweg auf der Straße mittels einer gestrichelten Linie auszuweisen. Auch diese Idee hat die Region Hannover bereits eingebracht.

„Ich bin mit der Vorlage der Regionsverwaltung nicht einverstanden“, sagte die Regionsabgeordnete und Völksenerin Gabriela Kohlenberg (CDU). Zwar sei der Ausbau wegen der Enge tatsächlich schwierig, dennoch sei es nicht hinnehmbar, dass in absehbarer Zeit nichts passieren werde. „Dann muss man eben eine andere Route festlegen“, sagte Kohlenberg.

Die Regionsabgeordnete Elke Thielmann-Dittert (Bündnisgrüne) aus Bennigsen befürwortet einen Aufschub, sofern dieser einer sorgfältigeren Planung zugute kommt. „Eine gestrichelte Linie wäre für Radfahrer nur eine halbherzige Lösung. Sie können von Autofahrer leicht überfahren werden“, sagte sie. Der Abgeordnete Detlev Herzig aus Bennigsen zeigt indes Verständnis für den Aufschub auf unbestimmte Zeit. Durch den harten Winter stünden mehr Sanierungen an als geplant. Etliche Kreisstraßen in der gesamten Region seien stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Problem in Völksen sei im Vergleich nicht so akut. „Alle Schäden müssten nach und nach abgearbeitet werden“, sagte Herzig.

Bennigsen/Lüdersen

Die K 227 zwischen Bennigsen und Lüdersen soll laut Region frühestens 2017 saniert werden. Geplant war auf 400 Meter Länge Fahrbahn und Radweg sowie den Regenwasserkanal im Bereich der Bahnunterführung zu erneuern. Da die Bauarbeiten zeitgleich mit der Sanierung der Eisenbahnbrücke sein sollten, wartet die Region auf die Zusage der Deutschen Bahn. Wegen des Winters und des Hochwasser gibt es dort einen Sanierungsstau.

Kira Pieper


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