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Foto: Als Möglichkeit, das Defizit zu senken, gilt die Anhebung der Grundsteuer (im Bild das Neubaugebiet Bergfeld-Ost in Rethmar).

Als Möglichkeit, das Defizit zu senken, gilt die Anhebung der Grundsteuer (im Bild das Neubaugebiet Bergfeld-Ost in Rethmar).© Achim Gückel

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Sehnde

Sparliste soll städtisches Defizit bis 2016 ausgleichen

Die Finanzpolitiker und die Stadtverwaltung denken über massive Sparmaßnahmen nach. Die Vorschläge zur Senkung des Haushaltsdefizits reichen von einer Grundsteuererhöhung über den vorläufigen Verzicht auf ein Selbstlernzentrum an der KGS bis hin zur Schließung des Waldbads.

Sehnde. Im Haushaltsentwurf für 2013 gibt es ein Defizit von rund 2,6 Millionen Euro. Der Rat hatte im Dezember den Haushaltsbeschluss auf Februar 2013 verschoben. Derzeit sind die Beratungen in Gang. Weil die Stadt es mit einem Defizit zu tun hat, ist sie verpflichtet, ein sogenanntes Haushaltssicherungskonzept zu erstellen. Dieses müsste der Rat zusammen mit dem Haushalt verabschieden. Es soll der Kommunalaufsichtsbehörde aufzeigen, wie die Stadt das Defizit bis zum Jahr 2016 auszugleichen gedenkt.

Die Stadtverwaltung hat nun eine Liste mit möglichen Maßnahmen zum Defizitabbau vorgelegt. Der Rat muss sich nun entscheiden, wie viele und welche dieser Vorschläge er umsetzen will.

Eine der möglichen Maßnahmen hat er bereits abgelehnt: Er hat entschieden, an der rund 2,5 Millionen Euro teuren Sanierung des Lehrschwimmbeckens Höver festzuhalten. Auf der anderen Seite hat der Verwaltungsausschuss bereits beschlossen, auf die Einrichtung einer Schulsporthalle über dem Rewe-Markt an der Peiner Straße zu verzichten.

Der Stadt drohen schmerzhafte Einschnitte

Hier die wichtigsten Alternativen, die zur Diskussion stehen:

  • Soll sich die Stadt von ihrem Waldbad trennen? Das Bad könnte an einen privaten Träger veräußert werden oder sogar, falls das nicht gelänge, geschlossen werden. So würde die Stadt einen jährlichen Zuschuss von etwa 150.000 Euro einsparen.
  • Auf die Investition in das geplante Selbstlernzentrum der Kooperativen Gesamtschule (rund 1,7 Millionen Euro) könnte „vorläufig verzichtet“ werden, wie es in dem Papier der Stadtverwaltung heißt. Auch das im Zuge der Dorferneuerung geplante Dorfgemeinschaftshaus in Bilm steht zur Disposition.
  • Die Stadt könnte die Grundsteuer B um 50 Punkte auf 470 Prozent erhöhen. Das könnte eine Mehreinnahme von jährlich circa 300.000 Euro bedeuten.
  • Der Bau von Fußgängerampeln an als gefährlich geltenden Stellen könnte platzen. Der Rat will bisher pro Jahr eine circa 25.000 Euro teure Ampel installieren, zum Beispiel an der Ortsdurchfahrt in Bilm.
  • Die Teilnahme am Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) könnte aufgekündigt werden.
  • Die Kindertagesstättengebühren könnten angehoben werden. Bei einer zehnprozentigen Anhebung ergäbe sich ein Einnahmeplus von jährlich etwa 60.000 Euro.

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Sehnde ist ...

  • ... eine Stadt südöstlich von Hannover mit 15 Ortsteilen und 23.000 Einwohnern.
  • ... früher Teil des Siedlungsraumes Das große Freie gewesen.
  • ... eine Stadt mit langer Tradition im Kalibergbau.
  • ... der Ort, an dem der Stichkanal Hildesheim vom Mittellandkanal abzweigt.
  • ... 6x pro Woche Thema im Anzeiger, die als Heimatzeitung in Sehnde der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.