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Ein 43-Jähriger, der Anfang November einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Haimar verübt hatte, muss sich nun vor Gericht verantworten.

Kriminalität

Anklage nach Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Nach dem Brandanschlag auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus in Haimar (Sehnde) hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim Anklage gegen einen 43-Jährigen erhoben. Dem Mann wird schwere Brandstiftung zur Last gelegt.

Haimar/Hildesheim. Er soll in der Nacht zum 1. November einen selbst gebastelten Molotowcocktail vor der Eingangstür des Hauses entzündet haben. Das Türblatt und der rechte Türrahmen gerieten in Brand, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Zufällig vorbeifahrenden Zeugen gelang es, die Flammen zu löschen. Die Bewohner des Hauses, eine dreiköpfige Familie aus Montenegro, blieben unverletzt.

Dank eines Hinweises nahmen die Ermittler den Mann kurz nach der Tat in seiner Wohnung fest. Bei einer Durchsuchung stellten sie mutmaßliches Beweismaterial sicher. Der Brandstifter hatte die Tat bei der Polizei gestanden, aber von sich gewiesen, ausländerfeindlich zu sein. Nach eigenen Angaben handelte er zwanghaft. Der 43-Jährige soll noch für weitere Feuer im Sehnder Ortsteil Haimar verantwortlich sein.

Laut Staatsanwaltschaft wird jetzt ein Gutachten über seine Schuldfähigkeit erstellt. Das Ergebnis stehe noch aus. dpa/sab


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Sehnde ist ...

  • ... eine Stadt südöstlich von Hannover mit 15 Ortsteilen und 23.000 Einwohnern.
  • ... früher Teil des Siedlungsraumes Das große Freie gewesen.
  • ... eine Stadt mit langer Tradition im Kalibergbau.
  • ... der Ort, an dem der Stichkanal Hildesheim vom Mittellandkanal abzweigt.
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