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Für die Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule (im Hintergrund) wurde das Bodelschwingh-Haus der Kirchengemeinde St. Michael abgerissen.p

Für die Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule (im Hintergrund) wurde das Bodelschwingh-Haus der Kirchengemeinde St. Michael abgerissen.p© Thomas Tschörner

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Seelze

Neues Gemeindehaus von St. Michael wird kleiner

Drei Architektenentwürfe zum geplanten Neubau des Gemeindehauses stellt die Kirchengemeinde St. Michael Letter am Dienstag, 18. Juli, vor. Mit dem Bau wird voraussichtlich im nächsten Jahr begonnen. Das neue Gemeindehaus wird kleiner als das Bodelschwingh-Haus sein, das bereits abgerissen wurde.

Letter. "Der Neubau wird deutlich kleiner werden", sagte Pastor Andreas Hausfeld. Das künftige Gemeindehaus werde eine Nutzfläche von 300 bis 320 Quadratmeter haben, das Bodelschwingh-Haus hatte etwa 550 Quadratmeter. Die Größe sei nicht zuletzt auch von den Vorgaben der Landeskirche abhängig: Je nach Zahl der Gemeindeglieder werde ein bestimmter Zuschuss gezahlt. Baue eine Gemeinde größer, müsse sie dies selbst finanzieren. Das alte Gemeindehaus war zu groß und letztlich auch baufällig. Energetischen Standards habe des Gebäude nicht genügt. So sei es etwa nicht gedämmt gewesen. "Man konnte durch die Ritzen zwischen den Dachziegeln die Brüder-Grimm-Schule sehen." Über die Zukunft des Bodelschwingh-Hauses war in der Gemeinde intensiv diskutiert worden. Schließlich entschied sich die Kirche für einen Verkauf des maroden Gebäudes an die Stadt Seelze, die das 2950 Quadratmeter große Grundstück für den Neubau der Brüder-Grimm-Schule benötigte und deshalb das Bodelschwingh-Haus abreißen ließ. Die Kirchengemeinde beauftragte im August vergangenen Jahres drei Architekten, Entwürfe für ein neues Gemeindehaus zu erarbeiten.

Hausfeld betont, dass es sich um erste Entwürfe handele, die wahrscheinlich noch korrigiert würden. Deshalb könnten derzeit auch nur grob die Baukosten beziffert werden, die zwischen 700.000 und eine Million Euro schwanken. In der Kirche werden am Dienstag ab 19.30 Uhr diese Entwürfe präsentiert. Die Gemeinde habe die Möglichkeit, sich die Pläne anzuschauen. Auch Fragen würden beantwortet. Bis August würden die Entwürfe in der Kirche St. Michael ausgestellt. Der genaue Baubeginn stünde noch nicht fest. "Das hängt auch vom Diskussionsprozess ab", sagt Hausfeld. Er rechne damit, dass vor 2018 mit den Arbeiten nicht begonnen werde.

Das Kirchenzentrum Letter ist von einem Kirchbauverein mit Spenden mitfinanziert worden. Die Kirche wurde bereits 1956 eingeweiht, das Gemeindehaus sieben Jahre später und die beiden Pfarrhäuser zum Abschluss 1964. Benannt worden ist das Gemeindehaus nach Pastor Friedrich von Bodelschwingh, der die soziale Einrichtung der noch heute bestehenden Bodelschwinghschen Anstalt in Bielefeld geschaffen und geleitet hatte.

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Das Bodelschwingh-Haus wurde im März abgerissen.

Quelle: Remmer

neuepresse.de/seelze
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