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Bislang der höchste Spendenwert bei einem Konzert: Alfons Schleinschock (links) und Joachim Beuster unterhalten die Besucher im Benther Gemeindehaus als das Duo Chapeau Frack mit Chansons und Klassikern aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

Bislang der höchste Spendenwert bei einem Konzert: Alfons Schleinschock (links) und Joachim Beuster unterhalten die Besucher im Benther Gemeindehaus als das Duo Chapeau Frack mit Chansons und Klassikern aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.© Ingo Rodriguez

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Benthe

Klassiker rücken Orgelsanierung in greifbare Nähe

Neues Etappenziel erreicht: Die notwendige Reparatur der Benther Kirchenorgel rückt in greifbare Nähe. Nach dem Auftritt des Duos Chapeau Frack hat die Kirchengemeinde mit ihrer Konzertreihe "Orgelmarathon" und anderen Spendenaktionen die erforderliche Kostenbeteiligung schon fast zusammen gesammelt.

Benthe. Diese enorme Symbolkraft hatten die beiden Künstler ganz sicher nicht eingeplant. "Du spielst 'ne tolle Rolle in den Memoiren", so lautete der erste Titel des Konzertes von Alfons Schleinschock und Joachim Beuster. Dass das Duo Chapeau Frack mit seinem Auftritt im Benther Gemeindehaus ebenfalls nachhaltig in Erinnerung bleiben wird, zeigte sich zwar schon im Laufe des unterhaltsamen Abends. Im Anschluss des Konzertes mit Chansons, Melodien und Klassikern aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hatten sich Schleinschock und Beuster ihren Sondereintrag im Geschichtsbuch über den Orgelmarathon aber endgültig gesichert. "Es wurden nach dem Konzert insgesamt 406,50 Euro für die Orgelsanierung gespendet. Das war bislang die höchste Summer bei einem Konzert", sagte Pastor Martin Funke.

Damit ist die Benther Kirchengemeinde ihrem Ziel einen großen Schritt näher gekommen: die dringend notwendige Reparatur und Sanierung ihrer Kirchenorgel. Das Instrument wurde 1995 in der Kirche aufgebaut und muss nach 22 Jahren generalüberholt und saniert werden. Orgelmarathon - so lautet deshalb der Titel einer im Frühjahr initiierten Konzertreihe, bei der alle auftretenden Künstler auf eine Gage verzichten und die Besucher bei freiem Eintritt um Spenden gebeten werden. "Außerdem haben wir auch Patenschaften für die Orgelpfeifen vergeben", sagte Pastor Funke vor dem Chapeau-Frack-Konzert. Das Ziel: "Wir müssen etwa die Hälfte der Gesamtkosten von rund 25 000 Euro für die Reparatur als Eigenanteil aufbringen. Den Rest übernimmt die Landeskirche", sagte Funke .

Zu diesem Zeitpunkt hatte das veröffentlichte Spendenbarometer im Schaukasten vor dem Gemeindehaus bereits einen Wert von 10 781 Euro angezeigt - Stand vom 28. September. Mit dem Spendenerlös des jüngsten Konzertabends hat die Kirchengemeinde nun die 11 000-Euro-Grenze geknackt. "Sehr viel Geld fehlt nun nicht mehr, aber der Auftrag wird erst erteilt, wenn die gesamte Summe zur Verfügung steht", sagte der Pastor einen Tag nach dem Auftritt.

Mit seinem Konzert hatte das Duo Chapeau Frack am Vorabend aber auch musikalisch bei rund 35 Besuchern bleibenden Eindruck hinterlassen. Schon bei der Ankündigung des dritten Stücks "Ich küsse Ihre Hand Madame" aus dem Jahr 1929 war im Publikum - darunter  zahlreiche ältere Besucher - ein erwartungsfrohes Raunen laut geworden. Pastor Funke hatte schon in seiner Begrüßung versprochen: "Das Duo versetzt Sie zurück in eine andere Zeit, und das tut der Seele gut." Zahlreiche verzückt mit wippenden Besucherbeine gaben ihm Recht.


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