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Die Grafik zeigt, wie viel Grundsteuer die Grundbesitzer aus jedem einzelnen Stadtteil zahlen.

Die Grafik zeigt, wie viel Grundsteuer die Grundbesitzer aus jedem einzelnen Stadtteil zahlen.© Grafik: Sabine Erdbrink

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Neustadt

Stadtteile bringen am meisten Grundsteuer

Die Bewohner der Neustädter Stadtteile zahlen in der Summe mehr Grundsteuer als die Bürger in der Kernstadt. Bedeutet das, dass mehr Geld in die Infrastruktur der Stadtteile fließen sollte?

Neustadt. Mehr als die Hälfte der Grundsteuern, die die Stadt einnimmt, zahlen Grundeigentümer aus den Dörfern. Das geht aus einer neuen Drucksache hervor, die die Verwaltung auf Anfrage des UWG-Ratsherrn Tobias Mundt erarbeitet hat.

In einer Tabelle ist das Steueraufkommen für jedes einzelne Dorf aufgeführt, überdies noch nach Grundsteuer A und B getrennt. Knapp 7,36 Millionen Euro soll die Stadt demnach in diesem Jahr von den Grundbesitzern einnehmen, knapp 4,15 Millionen Euro zahlen Bewohner der Dörfer, 3,21 Millionen Euro kommen aus der Kernstadt.

Auch nach der Gewerbesteuer hatte Mundt gefragt. Diese könne aber nicht nach Dörfern aufgeschlüsselt werden, sagt Stadtsprecherin Nadine Schley. „In manchen Orten gibt es nur einen oder zwei Gewerbesteuerzahler - wenn wir da Zahlen nennen würden, würden wir das Steuergeheimnis verletzen.“ Deshalb nur so viel: Von den 14,1 Millionen Euro Gewerbesteuern, mit denen die Stadt für das laufende Jahr rechnet, zahlen Betriebe in der Kernstadt 7,79 Millionen. „Der Rest kommt aus den Dörfern“, so Schley.

Die beiden genannten Steuerarten machen etwas mehr als die Hälfte der Steuereinnahmen aus, die die Stadt verzeichnet. Auch Einkommen- und Umsatzsteuer sowie weitere Abgaben schlagen im knapp 75 Millionen Euro schweren Haushalt 2012 zu Buche - die Stadt rechnet mit 37,7 Millionen Euro Steuern insgesamt. Weitere wichtige Posten auf der Einnahmenseite sind Umlagen und Zuwendungen von höherer Ebene (14,3 Millionen) sowie Gebühren und Umlagen, die die Bürger übernehmen (7,5 Millionen).

Mundt hatte seine Anfrage gestellt, weil er nach eigenem Bekunden befürchtet, die Stadt benachteilige die Dörfer in Sachen Infrastruktur. „Wir sollten diese wichtige Einnahmequelle nicht langfristig selbst zerstören, indem wir die Dörfer als Wohnorte unattraktiver werden lassen“, sagt er.


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