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Langenhagen

Weiter Fragezeichen bei Schulentwicklung

Vieles hängt vom Gesetz zur Inklusion, der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung, ab. Es soll in einigen Monaten kommen.

Ausgerechnet der Stadtbaurat ist als Langenhagens Vertreter sein Tischnachbar. Und ausgerechnet ihm muss Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes das wichtigste aller Details schuldig bleiben. „In wenigen Monaten“, präziser will der Minister nicht werden, wenn es um das in allen Kommunen dringlich erwartete Gesetz zur Inklusion geht, der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung.

Dabei hängt doch alles davon ab: jede größere Schulsanierung, jede Standortdiskussion. Doch Althusmann weiß um die Nöte von Stadtbaurat Carsten Hettwer – und er verspricht dafür größere Sorgfalt: „Wir werden nichts übers Knie brechen.“

Und: 800 Grundschullehrer sollen noch in diesem Jahr fortgebildet werden, damit 2012 an allen Grundschulen und 2013 an allen weiterführenden Schulen das neue Konzept beginnen kann. Ein erster Entwurf, so verrät der Minister nach seiner Rede am Tisch, wurde im vergangenen Jahr wieder zurückgezogen. „Danach hätte das Land alle Umbauten bezahlen müssen.“ So weit ging Althusmanns Mitgefühl für die kommunalen Schulträger aber wohl nicht.

Reform der Sekundarstufe I

Das zweite auf lokaler Ebene heftig diskutierte Thema, die Reform der Sekundarstufe I und die dafür angebotene Oberschule, berührt Althusmann nach einem Rundumschlag von der Weltwirtschaftskrise zum Dioxinskandal schließlich doch noch. Er wirbt für eine zarte Annäherung aller länderspezifischen Bildungsstandards, ohne den föderalistischen Wettbewerb gänzlich über Bord zu kippen. Dabei offenbart Althusmann vor der gesamtschulfreundlichen Langenhagener CDU seine Abneigung gegenüber allzu dogmatische Diskussionen.Auf Bundesebene einen einheitlichen statt der bislang elf unterschiedlichen Namen für die Zeit zwischen fünfter und zehnter Klasse zu finden, sei ein erster Schritt. Spätestens dann aber müsse man vor allem über Inhalte reden, die den Lernort Schule stärkten.

Punkten kann Althusmann bei den CDU-Mitgliedern damit genauso wie mit seiner offensichtlich gern wiederholten Anekdote. Bei Schulbesuchen zeige man ihm stets zuerst die elektronische Tafel, das Whiteboard. „Toll! Klasse!“ Dann den Computerraum. „Auch prima.“ Pause. „Und dann frage ich, wo denn die Bibliothek ist, in der die Kinder mal ein Buch zum Lesen bekommen.“


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Langenhagen ist ...

  • ... eine Stadt nördlich von Hannover mit mehr als 53.000 Einwohnern
  • ... eine Wirkungsstätte von Nobelpreisträger Robert Koch
  • ... ein Zentrum des Polo-Sports und Heimat der hannoverschen Pferderennbahn
  • ... Standort von einem der größten Verkehrsflughäfen Deutschlands
  • ... die Stadt, in der RAF-Mitglied Ulrike Meinhof 1972 verhaftet wurde
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