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Rauch bei der Deutschen Rentenversicherung in Laatzen: Alle Mitarbeiter müssen das Haus verlassen. Die Feuerwehr berät.

Rauch bei der Deutschen Rentenversicherung in Laatzen: Alle Mitarbeiter müssen das Haus verlassen. Die Feuerwehr berät.© Senft (Feuerwehr Laatzen)

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Laatzen

Versicherung: 1200 Mitarbeiter evakuiert

Wegen eines Brandes in der Klimaanlage musste am Dienstagmorgen das komplette Gebäude der Deutschen Rentenversicherung in Laatzen mit 1200 Mitarbeitern evakuiert werden. Es gab keine Verletzten, vorsichtshalber aber wurden 300 Mitarbeiter nach Hause geschickt.

Laatzen. Großeinsatz gegen 8.30 Uhr: Beim Eintreffen der rund 50 Feuerwehrleute aus allen vier Laatzener Ortsfeuerwehren mit zwölf Fahrzeugen sowie der Rettungswagen hatten bereits alle Mitarbeiter das achtstöckige Verwaltungsgebäude verlassen. Etwa 1200 waren bis dahin zur Arbeit erschienen, das ist der Großteil. Die Evakuierung, über Durchsagen bekannt gegeben, geschah laut Pressestelle „relativ ruhig“ in etwa acht Minuten. Bei Temperaturen um vier Grad Celsius harrten die Mitarbeiter an Sammelpunkten im Norden und Süden des Komplexes aus.

Mitarbeiter hatten morgens einen Geruch wahrgenommen, als ob etwas verschmort war. Sie suchten technische Geräte wie Drucker ab, bis sie entdeckten, dass Rauch aus der Klimaanlage kam. Ein Brand in einer Zwischendecke wurde nicht ausgeschlossen. Wolf-Dieter Burde, Sprecher bei der Rentenversicherung, erläuterte, dass es für jeden der vier Gebäudeteile eine eigene und je eine Ersatz-Klimaanlage gebe. Ursache sei ein heiß gelaufenes Kugellager einer Pumpe in der Klimaanlagenzentrale in der achten Etage gewesen. Es sei wahrscheinlich abgenutzt. Die Anlage laufe seit dem Bezug des Gebäudes 1977.

Nach Feuerwehrangaben drangen zwei Trupps der Feuerwehr mit Atemschutzgeräten in die Technikräume vor. Mit der Wärmebildkamera wurde an dem defekten Lager eine Temperatur von 200 Grad Celsius gemessen. Die Feuerwehr kühlte die Anlage mit Wasser aus einer Steigleitung ab, die sich auf jedem Flur befindet. Das Wasser wurde Burde zufolge später weggesaugt, sodass kein größerer Schaden entstand. Schadstoffe in der Raumluft konnten nicht nachgewiesen werden, so die Feuerwehr.
Gegen 10.30 Uhr kehrten alle Mitarbeiter ins Gebäude zurück. Die genaue Schadenshöhe konnte Burde am Dienstag noch nicht beziffern. Die etwa 300 Mitarbeiter, die in dem betroffenen Gebäudeteil tätig sind, seien vorsichtshalber nach Hause geschickt worden. Die Büros sollen erst gut durchgelüftet werden. Die Mitarbeiter werden am Mittwoch wie gewohnt zum Dienst kommen. Sie beziehen ihre Büros erst, wenn die Messungen dies erlauben. Möglicherweise werde die Klimaanlage nicht repariert, sondern die Ersatzanlage genutzt, sagte Burde. Im Oktober sollen die Mitarbeiter sowieso in einen Neubau umziehen.

Ein anderer Großalarm mit Evakuierung bei der Rentenversicherung war im Juni 2012 morgens wegen einer Bombendrohung. Ein Sprengsatz wurde damals nicht gefunden. Der Ernstfall wurde zuletzt im November 2010 geprobt. 


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