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Zwei Stunden lang spricht die Grünen-Politikerin Claudia Roth beim Frühstück mit Vertretern des Ortsverbandes der Grünen und interessierten Laatzenern über eine offene Gesellschaft und lokale Anliegen.

Zwei Stunden lang spricht die Grünen-Politikerin Claudia Roth beim Frühstück mit Vertretern des Ortsverbandes der Grünen und interessierten Laatzenern über eine offene Gesellschaft und lokale Anliegen.© Johanna Kruse

Laatzen

Claudia Roth ruft Laatzener zum Wählen auf

Mit Claudia Roth hat am Mittwoch eine Bundespolitikerin der Grünen den Ortsverband der Partei in Laatzen besucht. Vor 20 Zuhörern, darunter die Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin Regina Asendorf, warb sie für eine offene Gesellschaft und rief die Bürger dazu auf, am 15. Oktober wählen zu gehen.

Laatzen. Im Laatzener Café Lebenstraum sprach und diskutierte Claudia Roth am Vormittag über die Flüchtlings- und Einwanderungspolitik und die Voraussetzungen für eine offene Gesellschaft. Immer wieder kam sie dabei auf die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu sprechen. "Die Bundestagswahl war ein Erdbeben in unserer Demokratie. Danach dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", betonte Roth. "Die AfD ist eine Partei, die Menschen Angst macht. Ihr Parteikollege der Grünen-Parteichef Cem Özdemir sei schon wenige Stunden von AfD-Anhängern "blöd angemacht" worden, nur weil er der Sohn türkischer Einwanderer ist.

Auch Asendorf nahm auf das Wahlergebnis vom 24. September Bezug:. "Wir haben hier in Laatzen ein sehr hohe Einwohnerdichte und leider hatten wir bei der Bundestagswahl auch viele AfD-Wähler." Die nächsten zwei Wochen wolle ihre Partei nutzen, um möglichst viel Wahlkampf zu betreiben. "Das Ergebnis bei der Landtagswahl soll anders ausfallen", sagte die Direktkandidatin für den Wahlkreis Laatzen-Pattensen-Sehnde.

Laut Roth ist die AfD das genaue Gegenteil der Grünen. Nicht nur die grünen Wähler, sondern alle Demokraten müssten sich jetzt besinnen, um den nationalistischen Bestrebungen der AfD Einhalt zu gebieten, so Roth: "Heimat ist dort, wo ich dazu gehöre und wo ich gebraucht werde. Es ist ein schwieriger Begriff, aber den sollten wir doch nicht einfach den Rechten überlassen."

Interessiert zeigte sich Roth von dem Projekt "Interkultureller Garten" der Laatzener Kinder- und Jugendkreativschule (Jukus), das dessen Leiterin Lili Farshchi am Mittwoch auch kurz vorstellte. Bei dem Gespräch wurden aber auch Probleme angesprochen, die Laatzener in ihrer Stadt sehen. Vor allem  Schulthemen – sowohl der Sanierungsstau, als auch der Lehrermangel und die Lehrplansituation – lagen den Laatzener Gesprächsteilnehmern auf dem Herzen. "Es stimmt, der Bereich Bildung ist in Deutschland ein Desaster. Da müssen wir wirklich etwas tun", meinte Roth.

Abseits der Gespräche über eine multikulturelle Gesellschaft und die AfD lobte Roth ihren Parteikollegen, Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer: "Bitte erhalten sie uns diesen Minister. Er will seine Überzeugungen gegen alle Widerstände durchsetzen und konnte schon einiges erreichen."

Ihre wichtigste Botschaft wiederholte Roth bei dem Frühstück mit Gespräch gleich mehrfach: "Die Situation ist brandgefährlich. Bitte gehen Sie alle wählen."

Von Johanna Kruse


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