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Foto: Starke Regenfälle sorgen für Chaos: Die Feuerwehr ist in Hemmingen im Dauereinsatz.

Starke Regenfälle sorgen für Chaos: Die Feuerwehr ist in Hemmingen im Dauereinsatz.© dpa (Symbolfoto)

Hemmingen

Über 300 Unwetter-Einsätze für Feuerwehr

Starkregen und Gewitter haben am Montagabend zu einer wahren Flut an Feuerwehreinsätzen in Hemmingen geführt. 320 Kräfte von Feuerwehr und THW waren bei 314 Vorfällen im Dauereinsatz.

Hemmingen. Dauereinsatz für 320 fleißige Helfer: Das Unwetter am Montagabend hat Hemmingen besonders schwer getroffen. Wie die Feuerwehr noch in der Nacht mitteilte, arbeiteten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) am Abend insgesamt 314 Einsätze ab. Kurz nach 18 Uhr, als das Unwetter über der Stadt aufzog, gingen die Notrufe beinahe ununterbrochen bei der Leitstelle ein. „Innerhalb von nur 20 Minuten sind bei uns etwa 60 Alarmierungen eingegangen“, sagte Feuerwehrsprecher Michael Mohr. Dabei handelte es sich größtenteils um Meldungen von Wasserschäden. Keller, Garagen und ganze Straßenzüge standen unter Wasser. Die Kanalisation war überlastet, die Wassermassen drückten aus den Schachtdeckeln wieder hinaus.

Um alle Einsätze bewältigen zu können, wurde überörtliche Hilfe angefordert. Zu der kompletten Stadtfeuerwehr Hemmingen kam Unterstützung von insgesamt 15 Ortsfeuerwehren aus Hannover, Laatzen, Pattensen und Springe sowie zwei Ortsverbänden des THW aus Ronnenberg und Springe. Insgesamt waren 320 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW und mehrere Mitarbeiter der Stadt Hemmingen im Einsatz.

Wegen des hohen Notrufaufkommens ist die Feuerwehr zusätzlich zu den Einsatzwagen auch mit einem Einsatzleitwagen vor Ort ausgerückt, der die weiteren Notrufe aus der Bevölkerung entgegennahm und auf die Einheiten aufteilte. „Damit wollen wir die Zentrale Leitstelle entlasten“, sagte Mohr. 

In allen sieben Stadtteilen mussten Einsätze aufgrund des Starkregens abgearbeitet werden. Am stärksten betroffen war Arnum, dort waren Einsatzzahlen im dreistelligen Bereich zu verzeichnen. Zwischendurch kam es immer wieder zu Einsätzen mit höherer Priorität: Im Klapperweg wurde ein Transformator geflutet, wobei es zu einem Feuer kam. An der Göttinger Straße fiel ein Baum auf ein Auto, glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Gegen 0.20 Uhr wurde ein ausgelöster Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus in der Löwenberger Straße gemeldet. Ein Feuer konnten die Einsatzkräfte jedoch nicht entdecken.

Da viele der Helfer nach ihrer regulären Arbeit direkt bis tief in die Nacht in den Einsatz übergingen, wurde auf dem Betriebshof der Stadt Hemmingen eine Versorgungsstelle eingerichtet. Erst nach Mitternacht entspannte sich die Lage und die ersten Kräfte konnten entlassen werden. Gegen 4 Uhr morgens wurde der letzte Einsatz zugewiesen und die Einsatzleitstelle vor Ort aufgelöst.

Auch andere Teile der Region betroffen

Auch in Laatzen war die Feuerwehr am Montag im Dauereinsatz. Im ganzen Stadtgebiet wurden Keller und Garagen während der heftigen Regengüsse unter Wasser gesetzt. Besonders hart hatte es ein Mehrfamilienhaus in der Burgstraße in Rethen getroffen.

Das Langenhagener Kanalsystem war stellenweise akut überlastet. Dort musste die Polizei von 10.45 Uhr an eine Stunde lang ein Fahrzeug abstellen, bis die kommunale Stadtentwässerung anrückte, um die Fahrbahn zu sperren.

jos/jki/swa


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Hemmingen ist ...

  • ... eine Stadt südlich von Hannover mit sieben Stadtteilen und mehr als 18.000 Einwohnern
  • ... von der Fläche her die kleinste Kommune in der Region Hannover
  • ... Standort eines großen NDR-Sendemasten
  • ... seit Jahre uneins über die geplante Ortsumgehung. Einen Anschluss an die Stadtbahn wird es aber erst geben, wenn die Umgehung fertig ist.
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