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Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer kommt extra nach Everloh, um die Erdbeersaison zu eröffnen.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer kommt extra nach Everloh, um die Erdbeersaison zu eröffnen.© kruse

Everloh

Minister Meyer eröffnet die Erdbeersaison

Der Landwirtschaftsminister von Niedersachsen Christian Meyer hat am Mittwoch auf dem Rittergut Erichshof die Erdbeersaison eröffnet. Ganz reif sind die Früchte aber noch nicht - gepflückt werden kann erst in ein bis zwei Wochen.

Everloh. Den Startschuss für die Erdbeersaison hat am Mittwoch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) in Everloh gegeben. Auf dem Rittergut Erichshof von Hanns Christian Seeßelberg-Buresch eröffnete er die Pflücksaison - mit kleinen Einschränkungen. „Gefühlt beginnt für viele Menschen mit der Erdbeerernte der Sommer", sagte Meyer.

Wegen des durchwachsenen Wetters und der Kälte, die sich bis in den Mai gezogen hat, sind die Erdbeeren noch nicht ganz ausgereift und können wohl erst ab nächster oder übernächster Woche geerntet werden. Dann hofft der Minister aber auf eine sehr erträgliche Saison. "Nachdem wir 2016 eine der schlechtesten Erbeerernten überhaupt hatten, soll es dieses Jahr wieder besser werden", sagte der Minister hoffnungsvoll. "Niedersachsen ist schließlich das Land mit den meisten Erdbeeren. Jede vierte Erdbeere kommt von uns", erzählte Meyer und betonte wie besonders und wichtig die Möglichkeit des Selbstpflückens für die Käufer sei.

Die Verbraucher warteten sehnsüchtig auf die ersten heimischen Erdbeeren. „Die Nachfrage ist riesig“, betonte auch Peer Sander, Vorsitzender des Vereins „Die Pflückfrischen".

Das bestätigte auch Gutsherr Seeßelberg-Buresch, der auf seinen Feldern sieben verschiedene Erdbeersorten anbaut. "Die Selbstpflückfelder kommen immer noch gut an, auch wenn die Resonanz natürlich noch größer sein könnte", sagte der Landwirt. Seeßelberg-Buresch leitet den Erdbeeranbau auf dem Rittergut in zweiter Generation. Die Plantage ist mittlerweile die älteste in Hannover.

Der Landwirt ist auch Mitglied im Verein "Die Pflückfrischen", der die Saisoneröffnung veranstaltet hat. Rund 30 Vereinsmitglieder bieten Selbstpflück-Felder an, auf denen Kunden so viele Erbeeren pflücken dürfen, wie sie möchten. Dadurch möchte der Verein die eigenen Früchte durch die Frische und das Aroma von heimischen und selbstgepflückten Erdbeeren attraktiv machen. „Durch das schlechte Wetter hatten wir zwar einen holprigen Start, aber nächste Woche sollten wir auch die Selbstpflückfelder eröffnen können“, sagte Sander. Trotzdem sei es ratsam auf der Internetseite des gewählten Pflückfeldes nachzuschauen, ob es schon geöffnet ist. Da der Frost der vergangenen Monate in der Region ganz unterschiedlich ausfiel, sei auch die Reifezeit der Erbeeren überall eine andere.

Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf freute sich ebenfalls über die Eröffnung. „Auch wenn wir noch etwas warten müssen, das Pflücken von Erdbeeren ruft doch immer wieder tolle Kindheitserinnerungen in einem hervor“, bemerkte der Bürgermeister begeistert.

Obwohl die Erdbeeren zum Selbstpflücken noch nicht so weit waren, durften sich die Gäste der Veranstaltung im Anschluss am Erdbeer-Büfett vom Landgasthaus Müller bedienen. Der Landwirtschaftsminister durfte sogar noch der hofeigenen Erdbeermarmelade mit Pfeffer und Balsamico den richtigen Pfiff mitgeben.

Von Johanna Kruse


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