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So fegte Sturmtief Xavier über Garbsen.

So fegte Sturmtief Xavier über Garbsen.© Naumann, Bartels, Grätz

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Garbsen

Sturm "Xavier" fegt über Garbsen hinweg

Umgeknickte Bäume, etliche Einsätze: Sturmtief "Xavier" ist am Donnerstag über Garbsen hinweggefegt und hat viele Schäden angerichtet. Die Sirenen heulten ununterbrochen und die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei waren zeitweise so überlastet, dass keine neuen Einsätze aufgenommen werden konnten.

Garbsen. Es dauerte nur eine knappe Stunde, doch die Schäden waren nicht zu übersehen: Gegen 14 Uhr fegte Sturm "Xavier" am Donnerstagmittag über Garbsen, er entwurzelte zahlreiche Bäume, warf Mülltonnen um. Alle Ortsfeuerwehren und die Polizei waren im Dauereinsatz.

Sichtbar wurde die Wucht des Sturm an der Gutenbergstraße Richtung Bundesstraße 6: Dort lagen kurz hintereinander sechs entwurzelte Bäume auf dem Acker. Die Geschwindigkeit der Sturmböen von zeitweise 110 Stundenkilometern hatten sie ohne größeren Widerstand zum Sturz gebracht.

Auch in Berenbostel hinterließ der Sturm seine Spuren. An der Straße Steinriede knickten mehrere Bäume um. Verletzt wurde niemand, weil sie hauptsächlich auf Fuß- und Radwege gefallen waren. Die Autofahrer mussten allerdings Umwege in Kauf nehmen, weil die Äste auf der Fahrbahn lagen. 

Alle Ortsfeuerwehren im Einsatz

Alle Garbsener Ortsfeuerwehren waren am Nachmittag in Alarmbereitschaft, das interne Funknetz war aktiviert. Wegen der zahlreichen Anrufe aus allen Ecken der Region war das Netz der Regionsleitstelle zeitweise außer Betrieb und die Notrufnummern nicht zu erreichen. Ein Glück, dass in der Feuerwache 1 in Altgarbsen am Osterberge noch ein altes Faxgerät steht. So konnten die Ehrenamtlichen damit die Einsätze von der Regionsleitstelle in Hannover entgegennehmen.

Noch bis zum Abend eilten die Helfer von Einsatz zu Einsatz. Am Kochslandweg in Altgarbsen waren mehrere große Bäume so weit in Richtung Straße gekippt, dass sie auf die Straße zu kippen drohten. Einsatzleiter Oliver Meier und sein Team mussten mit schwerem Gerät anrücken, um das zu verhindern.

Sie befestigten die Bäume an einer Seilwinde, die wiederum von einem tonnenschweren Rüstwagen gezogen wurde. Gleichzeitig machte sich einer der Helfer mit einer Kettensäge am Stamm zu schaffen - bis der Baum krachend auf die Straße fiel. "Wir sorgen dafür, dass für die Bevölkerung keine Gefahr ausgeht", sagte Meier, während sich seine Leute schon auf dem Weg zum nächsten Einsatz machten. 

55 Einsätze, 200 Feuerwehrleute

"Baum auf Haus, Baum auf Auto: Wir haben Einsätze in allen Stadtteilen - glücklicherweise gibt es bisher keine Verletzten", sagte Garbsens Stadtbrandmeister Ulf Kreinacker, der pausenlos am Telefon war - mobil und am Festnetz. Die Bilanz am frühen Abend lautete: 55 Einsätze, bei denen 200 Feuerwehrleute ausrückten.

Von Linda Tonn, Gerko Naumann und Jutta Grätz

Von Linda Tonn, Jutta Grätz und Gerko Naumann


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Garbsen ist ...

  • ... die nach Hannover größte Stadt in der Region mit mehr als 60.000 Einwohnern
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