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IM SCHUTZANZUG: Feuerwehrmänner tragen Schutzanzüge und füllen die gefährliche Ameisensäure in einen sicheren Behälter.© Freiwillige Feuerwehr Garbsen

FEUERWEHR

Garbsen: Ameisensäure in Spedition ausgelaufen

In der Nacht zum Dienstag wurde vermutlich bei Ladearbeiten ein 1000 Liter fassender Behälter mit Ameisensäure bei einer Spedition in der Dieselstraße in Berenbostel beschädigt. Es lief Säure auf den betroffenen Lkw. Mitarbeiter der Firma alarmierten um kurz vor 2 Uhr deshalb die Feuerwehr.

Garbsen. Ameisensäure ist eine farblose, ätzende und in Wasser lösliche Flüssigkeit, die in der Natur von mehreren Lebewesen zu Verteidigungszwecken genutzt wird. Ameisensäure wurde bis 1998 unter der E-Nummer E236 als Konservierungsmittel in Fisch-, Obst- und Gemüseprodukten verwendet, ist seitdem aber in der EU nicht mehr als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. In der Textil- und Lederindustrie verwendet man sie zum Beizen und Imprägnieren.

Die Einsatzkräfte trugen bei der Beseitigung des ausgetretenen Stoffes spezielle Chemikalienschutzanzüge: Bei Konzentrationen über zehn Prozent führt der Hautkontakt zu schweren Verätzungen und Blasen. Zerfällt Ameisensäure kann zudem das Atemgift Kohlenstoffmonoxid entstehen.

Insgesamt machten sich ca. 50 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen aus mehreren Ortsfeuerwehren der Stadt Garbsen auf den Weg zur Einsatzstelle. Der langwierige Einsatz konnte erst in den Morgenstunden beendet werden.

Tobias Welz


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