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Heike und Marc Feldmann auf dem Bauplatz der neuen Reithalle.

Heike und Marc Feldmann auf dem Bauplatz der neuen Reithalle.© Martin Lauber

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Burgwedel

Hof Feldmann baut große Reithalle an der K 116

Am Start- und Zielpunkt der alljährlichen Thönser Schleppjagd bewegen Bagger derzeit riesige Mengen Erdreich. Schon in wenigen Tagen sollen auf der Pferdekoppel am südwestlichen Ortsrand die Betonfundamente für eine 22 mal 72 Meter große Reithalle gegossen werden.

Thönse. Bauherren sind Heike und Marc Feldmann, die jenseits der Neuwarmbüchener Straße seit 1997 einen Reiterhof betreiben. Ihr privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich hat die Region Hannover jetzt genehmigt, eine abschließende Regelung für die Verkehrssicherheit auf der Kreisstraße 116 in diesem Bereich aber noch nicht getroffen.

Nächste Generation an Bord

Der Hof Feldmann – und mit ihm auch der Verein Reitsportgemeinschaft (RSG) Roggenhof – ist seit dem Start vor 20 Jahren kontinuierlich gewachsen. Heute stehen rund 50 Pferde von Einstellern in den Ställen auf dem Hofgelände, weitere 20 in den Offenställen auf der Koppel westlich der K 116. Die bestehende kleine Reithalle am Hof werde nicht mehr allen Ansprüchen der Einsteller gerecht, sagen die Feldmanns. Auch für das vor drei Jahren eingeführte Reitturnier brauche man mehr Platz.

Nachdem sich die 19-jährige Tochter zum Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Pferdemanagement entschlossen hat – der 16-jährige Sohn sei ohnehin „mit Leib und Seele Bauer“ – ,„gehen wir nun den Weg nach vorne“, erklärt Heike Feldmann den Neubau der großen Reithalle als Investition in die Zukunft der ganzen Familie, die mit drei Generationen unter einem Dach gemeinsam wohnt, kocht und arbeitet.

Allein: Hof auf der einen, Reithalle auf der anderen Seite der K 116 – das bedarf verkehrssichernder Maßnahmen, meint Andrea Stroker. Die Leiterin des Burgwedeler Ordnungsamtes hat sich bei der Region für Tempo 70 in Höhe des Zuwegs zur Koppel – circa 100 Meter vor der Ortstafel – stark gemacht. Dort hatte es 2011 zwei Unfälle gegeben, bei denen ein Pony und ein Reitpferd getötet worden waren. Schon damals hatte sie ein Tempolimit gefordert – ohne Ergebnis.

Weniger Pferde auf der K 116?

„Eine abschließende Regelung gibt es noch nicht“, erklärte ein Regionssprecher auf Anfrage, die gebe es aber in Kürze. Ginge es nach Heike Feldmann, sollte Tempo 50 mit einem vorgelagerten Tempo-
70-Schild angeordnet werden – wie beim SSV Thönse am Ortsausgang Richtung Engensen. Andererseits tut sie seit Jahren alles, um alle Reiter für potenzielle Risiken zu sensibilisieren. In jedem Boxengang hängen reflektierende Westen, Überwürfe und Zaumzeug – und klare Hinweise, sie auf jeden Fall zu benutzen. Kein Kind oder Jugendlicher dürfe unbegleitet ein Pferd über die K 116 führen. Abgesehen davon sorge der Reithallen-Neubau eher für eine Minimierung der Unfallrisiken, denn die 20 Pferde in den Offenställen auf der Koppel müssten künftig nicht mehr über die Straße geführt werden.


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