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Beeindruckende Kulisse: Das Swing Orchester Hannover tritt im Isernhagenhof auf.

Beeindruckende Kulisse: Das Swing Orchester Hannover tritt im Isernhagenhof auf.© Jürgen Zimmer

Isernhagen

Swing Orchester begeistert Jung und Alt

Das Swing Orchester Hannover hat am Sonnabend im Isernhagenhof vor großem Publikum einen klasse Auftritt hingelegt. Die Freizeitmusiker führten durch unterschiedliche Stile des Swings – ein Wunder, dass niemand zum Tanzen aufgesprungen ist.

Isernhagen F.B.. Die mit Swing bezeichnete Stilrichtung des Jazz ist noch nicht so furchtbar alt. In den zwanziger Jahren in den USA entstanden, ist sie heute nicht mehr aus der Musiklandschaft wegzudenken. Das Swing Orchester Hannover unter der Leitung von Volker Schulz trägt diese Stilrichtung bereits im Namen. Die groß besetzte Bigband setzt sich aus Jazz begeisterten Freizeitmusikern zusammen, die ihr Instrument zwar professionell beherrschen, aber nicht hauptberuflich zu Gehör bringen.

Guter, klassischer Swing wurde dem Publikum am Sonnabendabend im Isernhagenhof geboten. Duke Ellington, Count Basie, Woody Herman oder Benny Goodman — die Reihe wäre fortzusetzen. Wie andere Musikrichtungen auch, hat sich der Swing weiterentwickelt und bedient sich zum Beispiel beim jüngeren Bossa Nova aus Brasilien oder bei heißen Rhythmen aus der Karibik. Was den Swing ausmacht, kann theoretisch erklärt werden – oder einfach wie Besucherin Heike Drewes es tut: „Tolle Tanzmusik, die ins Blut geht“, sagte sie, obwohl alle Besucher brav auf ihren Stühlen sitzen blieben und höchsten etwas mit den Beinen wippten. Das liegt auch daran, dass die meisten Besucher ältere Herrschaften waren, die mit Glenn Miller groß geworden sind, als nach Kriegsende 1945 die ersten beschwingten Musikstücke aus dem guten alten Dampfradio kamen.

Die noch immer große Popularität des Swing fußt nicht zuletzt im wirkungsvollen Auftritt einer groß besetzten Bigband wie dem Swing-Orchester Hannover und den einwandfrei gespielten Soli. Das gefiel auch der 23-jährigen Olivia Friedrich, die Swing mag, weil er so „abwechslungsreich ist und gute Laune macht“. Paul Harwin war für den vokalen Teil zuständig. Unglaublich präsent und mit einer Stimme gesegnet, die er über geschätzte zweieinhalb Oktaven und noch ein paar Halbtöne führen kann. Bei ihm hört sich „Macki Messer“ oder „New York-New York“ intensiv an, was auch lautstark belohnt wurde.

Von Jürgen Zimmer


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