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„Schlichte und schöne Möblierung“: Freiraumplanerin Christine Früh (l.) erläutert an Beispielen, wie Aussichtsturm und -plattform sowie Bänke am Würmsee aussehen könnten.

„Schlichte und schöne Möblierung“: Freiraumplanerin Christine Früh (l.) erläutert an Beispielen, wie Aussichtsturm und -plattform sowie Bänke am Würmsee aussehen könnten.© Martin Lauber

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Burgwedel

Realverband: Letztes Wort beim Würmsee-Konzept

Grünes Licht für die Renaissance eines einstmals weithin bekannten Ausflugsziels: Einmütig hat der Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau des Burgwedeler Rates dem Entwicklungskonzept Würmsee zugestimmt. Aber noch steht das Okay des Eigentümers aus: Der Realverband Kleinburgwedel tagt Mitte Februar.

Burgwedel. Circa 60 Bürger wollten am Donnerstagabend im Amtshof aus erster Hand erfahren, wie die Naherholung am Würmsee regionale Bedeutsamkeit zurückerlangen soll und lauschten aufmerksam den Ausführungen der Freiraumplanerin Christine Früh. Nach deren Konzept wollen Stadt und Region Hannover für circa 400.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr das Wegesystem und die Möblierung rund um den Würmsee erneuern und Akzente setzen: mit verschiedenen Stegen, einem modernen Informationssystem, einem naturnahen eigens für den Standort konzipierten Themenspielplatz, die beide auf das Thema „Leben in Schilf und Moor“ Bezug nehmen. Und vor allem einem Aussichtsturm, der laut Früh „etwas Besonderes“ sein muss.

Das Echo aus der Kommunalpolitik fiel durchweg positiv und trotzdem differenziert aus. Peter Böer (Grüne), langjähriger NABU-Aktivist, begrüßte, dass das Entwicklungskonzept nicht auf künstliche Eingriffe gegen die schleichende Verlandung des Gewässers setzt, sondern allenfalls auf eine Verlangsamung etwa mit Schnittmaßnahmen.

Böers Vorschlag: Würden die Gräben in der Umgebung aufgegeben oder weniger intensiv geräumt, stiege mit dem Grundwasser- auch der Seepegel wieder ganz natürlich an.

Kleinburgwedels Ortsbürgermeister Heinz Schodder (CDU) wollte indes eine „sukzessive Entschlammung“ nicht ausschließen, denn: „Die Perle ist der See mit seiner Wasserfläche.“ Axel Düker (SPD) stimmte ihm zu: „Ohne Wasser keine Naherholung.“ Mit seinem Vorschlag, bei der Umsetzung des Konzepts Schulklassen einzubeziehen, rannte er bei Umweltkoordinator Malte Schubert offene Türen ein. Dieser versicherte, dass Realverband und NABU an den weiteren Planungen intensiv beteiligt würden.

Keine Musik in den Ohren der Anlieger unter den Zuhörern war die Kritik der Planerin an Zäunen, Hecken oder vermüllten Grundstücken, die das Landschaftsbild störten. Insgesamt 20 solcher Punkte hat sie dokumentiert. Auch die bestehende See-Gastronomie sei verbesserungsbedürftig.

Das Konzept soll auf zwei Bauabschnitte aufgeteilt werden. Wege, Stege, Turm, Informationssysteme und Spielplatz sollen möglichst 2013 und 2014 gebaut werden. Die Kosten für die Stadt Burgwedel bewegen sich in einer Größenordnung zwischen 150.000 und 230.000 Euro, die erste Rate soll noch in den aktuellen Haushaltsplan eingestellt werden.

Realisiert werden kann das Projekt aber nur, wenn der Realverband zustimmt und sich an den Kosten beteiligt. Schubert kündigte an, sich um weitere Fördermöglichkeiten zu bemühen.


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Burgwedel ist ...

  • ... eine Stadt im Nordosten von Hannover, die aus sieben Stadtteilen besteht und mehr als 20.000 Einwohner hat
  • ... schuldenfrei (!)
  • ... die Heimat von Martin Kind, Präsident von Hannover 96
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