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Geschäftsführer beim Landesverband ist der 53-jährige Jurist Christian Metje.

Geschäftsführer beim Landesverband ist der 53-jährige Jurist Christian Metje.© Martin Lauber

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Großburgwedel

KfZ-Gewerbe hat sein Sprachrohr in Burgwedel

Das tägliche Brot ist der Diesel-Skandal sicher nicht. Aber als der Landesverband des KfZ-Gewerbes jüngst zur Jahrespressekonferenz nach Großburgwedel einlud, ging es natürlich auch um die leidige „D-Frage“. Großburgwedel? Genau!

Großburgwedel. Eine Büroetage an der Straße Im Ehlbeek ist Sitz der Interessenvertretung der Autowerkstätten, -händler und -abschlepper in Niedersachsen und Bremen. Seit zwölf Jahren.

Trends aus Großburgwedel

Dabei versorgt von dort aus eine achtköpfige Mannschaft Fachpresse und Tageszeitungsredaktionen regelmäßig mit Trendmeldungen und aktuellen Marktberichten, mit Informationen über technische Innovationen wie auch über rechtliche Neuerungen aus der automobilen Welt.

„Stromer weiter auf der Standspur“, war die jüngste Meldung überschrieben. Jede Veröffentlichung und jeder Rundbrief beginnt mit der Ortsmarke Großburgwedel. Zusätzlich wird in den Büros das Hochglanz-Quartalsheft „kfz-nds.de“ für die 2600 Mitgliedsbetriebe der 37 KfZ-Innungen in Niedersachsen und Bremen hergestellt.

Öffentlichkeitsarbeit macht aber allenfalls ein Drittel des Arbeitsspektrums aus. Geschäftsführer Christian Metje – der 53-jährige Jurist pendelt täglich aus der Nähe von Northeim über die A 7 ein – umreißt die Hauptaufgabe so: „Wir sind das Backoffice für die Innungen.“ Für deren Fragen wie auch für die Anliegen der Mitgliedsbetriebe hat Großburgwedel in der Regel eine Antwort.

Denn neben Metje gibt es eine weitere Juristin für alle Fragen rund um Arbeits- und Vertragsrecht, einen KfZ-Meister für die technische Beratung und die Berufsausbildung und einen Betriebswirt für kaufmännische Angelegenheiten, der zum Beispiel Firmengründern als Berater zur Verfügung steht.

Der vor 82 Jahren gegründete Landesverband für das KfZ-Gewerbe Niedersachsen-Bremen mit Sitz in Großburgwedel ist einer von 14 in Deutschland, die unter dem Dach des in Bonn ansässigen Zentralverbandes agieren. Themen wie E-Mobilität und Diesel-Skandal beackert in der Regel die Zentrale. Aber in der „Solidargemeinschaft“, so Metje, sind die Landesverbände nicht Filialen, sondern selbstständig. Bei Verhandlungen über Lohn- und Gehaltstarife haben sie mitzureden wie beispielsweise über Ausbildungsstandards. Und im Gesamtnetzwerk übernimmt jeder Aufgaben: Die Großburgwedeler waren zum Beispiel gestern Ausrichter einer Tagung des Berufsbildungsausschusses.

Werbematerial mit Logo

Bisweilen erinnert die Dienststelle mit A-7-Anschluss an einen Bienenstock, wenn die Fachleute ausfliegen – als Referenten zu Innungsversammlungen, zu Konferenzen und Arbeitstagungen. Oder als Lobbyisten mit Fokus auf die Landespolitik. „Natürlich wollen wir Fahrverbote möglichst verhindern“, sagt Metje, aus dessen Sicht „Diesel nicht tot“ ist. „Ein bisschen mehr Ruhe in der Diskussion wäre förderlich“, findet er.

Beim Marketing hilft der Verband: Über sein Internetportal kann Werbematerial mit dem blauen Verbandslogo geordert werden. PR geht aber auch subtiler: Dass im Herbst die Scheinwerfer gecheckt und vorm Winter die Reifen gewechselt werden sollten, das rufen die Pressemitteilungen aus Großburgwedel in Erinnerung. Absolut zuverlässig.


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Burgwedel ist ...

  • ... eine Stadt im Nordosten von Hannover, die aus sieben Stadtteilen besteht und mehr als 20.000 Einwohner hat
  • ... schuldenfrei (!)
  • ... die Heimat von Martin Kind, Präsident von Hannover 96
  • ... Sitz der Drogeriemarktkette Rossmann
  • ... Geburtsort von Schauspielerin Bettina Zimmermann
  • ... 6x pro Woche Thema in der Nordhannoverschen Zeitung, die als Heimatzeitung in Burgwedel der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.